Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. ist die größte Vereinigung von Funkamateuren in Deutschland und Europa. Der DARC gliedert sich bundesweit in 24 Distrikte und ca. 960 Ortsverbände. Die Aufgaben des Clubs sind es, den Amateurfunk zu fördern und die geeigneten Rahmenbedingungen für den Amateurfunkdienst zu schaffen. International engagiert er sich als Mitglied in der International Amateur Radio Union (IARU).
Der Countdown läuft: FUNK.TAG in den Messehallen Kassel am 25. April 2026!
In der Sonnenatmosphäre hat sich ein großes Loch gebildet, das direkt auf die Erde gerichtet ist, meldet das HF-Referat des DARC. Demnach dürfte der aus diesem koronalen Loch strömende schnelle Sonnenwind in der Nacht vom 17. auf den 18. April eintreffen und möglicherweise geomagnetische Stürme der Klasse G2 (Kp 6) auslösen. Credit: SDO/AIA
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches aufgelistet.)
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 15 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 16. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
Ergebnis der Distriktversammlung im Distrikt Saar (Q)
Peter Wolff, DJ9LN, silent Key
CW online Lernen - neues Semester startet im Mai
75 Jahre DARC - Diplom fast abgeschlossen
Neues Diplom fördert Funkbetrieb mit Serbischen Nationalparks
FUNK.TAG Kassel am 25. April
Deutscher Burgentag am 1. Mai
Aktuelle Conteste
und
Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Ergebnis der Distriktsversammlung im Distrikt Saar (Q)
Am Samstag, dem 11. April fand im OV-Lokal des OV Saarbrücken (Q01) im Waldhaus, die diesjährige Distriktsversammlung Saar (Q) statt. 16 der 17 stimmberechtigten Ortsverbände waren anwesend. Neben den Tätigkeitsberichten von Distriktsvorstand und den Referenten standen in diesem Jahr auch wieder Neuwahlen des Distriktsvorstandes an. Mit Eugen Düpre, DK8VR, als DV und Manfred Müller, DL4VAI, als Stellvertreter wurde Christiane Rester, DL3CR, als Stellvertreterin in den Distriktsvorstand gewählt. Unter großem Applaus wurde Frank Kneip, DC2VE, verabschiedet, der nach 15-jähriger Tätigkeit als stellvertretender DV nicht mehr zur Wiederwahl stand.
Peter Wolff, DJ9LN, silent Key
Der DARC e.V. trauert um sein Mitglied Peter Wolff, DJ9LN, der am 11. April gestorben ist. Er wurde 83 Jahre alt und war 40 Jahre lang Mitglied in unserem Bundesverband, in den er im Jahr 1985 eintrat. Peter engagierte sich auf vielen Ebenen des Vereins; er war mehrere Jahre als stellvertretender Distriktsvorsitzender in Hamburg (E) tätig. Von 2006 bis 2007 wirkte er im DARC-Bundesvorstand. Diese Zeit hätte vielleicht auch noch länger werden können, wenn es nicht einen Kandidaten gegeben hätte, den Peter selbst für geeigneter hielt. Also verzichtete er in seiner hanseatischen Zurückhaltung auf eine neuerliche Kandidatur. Für sein Engagement wurde ihm im Oktober 2022 die Goldene Ehrennadel des DARC e.V. verliehen. Auf OV-Ebene wirkte er in den vergangenen Jahren von 2016 bis 2022 im OV Hamburg-Nord-West (E16) als OVV und Kassenführer. Bis zu seinem Tod bekleidete er dort die Ämter des stellvertretenden OVV und des QSL-Managers. In der CQ DL-Serie "Gesichter des DARC" wurde ihm in der Ausgabe 11/24 eine kurze Biografie gewidmet. Passend titelte sie: "Der Grandseigneur des DARC".
CW online Lernen - neues Semester startet im Mai
Im Mai startet das neue Semester der CW Academy. Im Januar/Februar haben 35 Operator erfolgreich an den Lehrgängen teilgenommen und einige sind schon auf den Bändern aktiv. Im Mai beginnt das nächste Semester. Es werden wieder folgende Kurse angeboten: Beginner - keine Vorkenntnisse notwendig, Fundamental - kennt alle Morsezeichen, Intermediate - Steigerung von 12 WPM auf 20 WPM. Weitere Informationen sind in der Präsentation vom letzten Semester zu finden, unter anderem auch wie man sich anmeldet [1]. Fragen nehmen DL8TG und DM6EE per E-Mail entgegen [2].
75 Jahre DARC - Diplom fast abgeschlossen
Wie im vergangenen Jahr angekündigt, wurde die Bearbeitung des Diploms bis 31. März 2026 verlängert, um allen Mitgliedern die Chance zu geben, ihr Logbuch entsprechend in das DCL zu laden. Mittlerweile wurden knapp 240 Diplome ausgegeben. Weitere zehn Mitglieder haben sich beim Diplommanager gemeldet und wollen bzw. haben das Diplom mittels Vorlegen von QSL-Karten beantragt, weil von den Gegenstationen leider kein Upload ins DCL erfolgte. Das zuständige DARC-Vorstandsmitglied Ronny Jerke, DG2RON zieht eine ernüchternde Bilanz: "Wir hätten nie gedacht, dass es bei so vielen ehrenamtlich tätigen Mitgliedern so schwer sein wird, die Diplome in den entsprechenden Ausführungen zu erarbeiten. Für kommende Jubilare werden wir diese Erfahrung mit einfließen lassen."
Neues Diplom fördert Funkbetrieb mit Serbischen Nationalparks
Ein neues Diplomprogramm fördert die Amateurfunkaktivität und das Naturerbe Serbiens durch Funkverbindungen mit Stationen, die aus Nationalparks mit YUFF-Referenzen senden. Es zählen Verbindungen mit serbischen Stationen nach dem 5. Juni 2006. Es bestehen keine Restriktionen bezüglich verwendeter Bänder und Frequenzen. Die Diplome werden für Verbindungen auf Kurzwelle sowie 50 MHz und höher herausgegeben. Die einzelnen Namen der Nationalparks müssen dabei aus Buchstaben im Suffix der gearbeiteten Rufzeichen gebildet werden. Je nach Länge des Namens des Nationalparks sind folglich mehrere QSOs nötig. Die genauen Ausschreibungsbedingungen finden sich über das Internet [3].
FUNK.TAG Kassel am 25. April
Am 25. April laden die veranstaltende DARC Verlag GmbH zusammen mit dem ideellen Träger DARC e.V. in die Messe Kassel zum 7. FUNK.TAG ein. In der Zeit von 9 bis 16 Uhr wird den Besuchern in den Hallen 1 und 2 ein vielfältiges Programm mit Flohmarkt, Händlerbeteiligung und einem Vortragsprogramm geboten. Darüber hinaus gibt es einen Anfahrts-Mobilwettbewerb, eine Prüfung zur US-Lizenz, ein Ballonstart mit Amateurfunk-Nutzlast, viele Informationen auf der Aktionsbühne und einen Funkmessplatz, an dem mitgebrachte oder auf dem Flohmarkt erworbene Geräte vor Ort auf Funktion geprüft werden können. Umfangreiche Informationen zur Veranstaltung finden Sie in der Aprilausgabe der CQ DL ab Seite 8. Der DARC freut sich über viele Besucher aus Nah und Fern! Wir wünschen eine gute Anreise.
Deutscher Burgentag am 1. Mai
Am 1. Mai findet der Burgentag 2026 statt, an dem Funkamateure von Burgen und Schlössern Funkbetrieb machen. Das passende Programm dazu ist COTA, eine Abkürzung für Castles on the Air. Die Aktivität ist kein Contest und soll vornehmlich Aktivitäten von diesen besonderen Orten fördern. Eine Liste bereits angemeldeter Stationen von Burgen, die aktiviert werden sollen, findet sich neben weiteren Informationen zur Funkaktivität auf der COTA-Webseite [4]. Speziell für den Bereich Rheinland-Pfalz hat sich OM Daniel, DK5WP, an die Redaktion gewandt und verdeutlicht, dass das Bundesland mit seinen 1794 Burgen und Schlössern eine zentrale Rolle spiele. Es gehöre zu den burgenreichsten Regionen Europas. In diesem Sinne - CQ COTA, am 1. Mai 2026!
Aktuelle Conteste
17. bis 18. April: Holyland Contest 18. April: Nord Contest 18. bis 19. April: IARU 50 MHz MGM Contest 25. bis 26. April: SP DX RTTY Contest, UKEI DX Contest und Helvetia Contest 26. April: BARTG Sprint 75
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 4/26 auf S. 68.
Der Funkwetterbericht vom 14. April, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
Zunächst der Rückblick vom 7. bis 14. April: Nachdem sich das geomagnetische Feld nach einer stürmischen Phase am 2. und 3. April beruhigt hatte, fiel auch der solare Fluxindex bis auf 94 Einheiten. Die einzige aktive Sonnenfleckengruppe 4409 emittierte einen M- und elf C-Flares. Das Erdmagnetfeld war durch intensiven Sonnenwind am 10. und 11. April beeinträchtigt [5]. Trotz der niedrigen Fluxwerte waren die Ausbreitungsbedingungen auf 20 m und 15 m gut. Am Wochenende waren dort fernöstliche Stationen, darunter viele Japaner, laut zu hören. Auf den unteren Kurzwellenbändern war morgens die tote Zone lange ausgeprägt und erschwerte Verbindungen innerhalb Deutschlands. Die für 3000 Kilometer Sprungentfernung in Juliusruh ermittelte Grenzfrequenz der F2-Schicht betrug am 12. April nachts etwa 7 MHz, bei Sonnenaufgang 8 MHz und zwei Stunden später 15 MHz. Sie erreichte tagsüber 20 MHz, bei Sonnenuntergang 20 MHz und fiel zwei Stunden danach auf 16 MHz [6].
Vorhersage bis 21. April: Der solare Fluxindex wird auf etwa 120 Einheiten steigen. Von den drei sichtbaren Sonnenfleckengruppen wird AR 4419 größer. Sie befindet sich noch am östlichen Rand der Sonne und wird uns begleiten. Der geomagnetische Index kp beträgt an fast allen Tagen etwa zwei bis drei. Ab 17. April steigt die Wahrscheinlichkeit für Störungen durch starken Sonnenwind. Wir erwarten normale DX-Bedingungen auf den Kurzwellenbändern zwischen 7 und 21 MHz. Die Bänder 12 und 10 m öffnen vorzugsweise in Richtung Süden. Über den langen Weg sind morgens weiterhin Stationen aus dem pazifischen Raum erreichbar. Nachts ist 40 m das beste DX-Band. Am 22. und 23. April befinden wir uns im Meteorstrom der Lyriden.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:33; San Francisco/Kalifornien 02:44; Sao Paulo/Brasilien 20:53; Port Stanley/Falklandinseln 21:13; Honolulu/Hawaii 04:50; Anchorage/Alaska 05:16; Johannesburg/Südafrika 15:53; Melbourne/Ostaustralien 07:55; Auckland/Neuseeland 05:57; Berlin/Deutschland 18:02.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
---
Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
Vom 26. bis 28. Juni lockt die HAM RADIO viele Funkamateure nach Friedrichshafen. Der DARC e.V. als ideeller Träger der Messe bietet wieder ein vielseitiges Rahmenprogramm am Bodensee. Dazu zählt seit Jahren auch das HAM CAMP. Wir bieten dort Teilnehmern bis 27 Jahren, Jugendgruppen und ihren Betreuern wieder die Möglichkeit, zu einem günstigen Preis von 85 € an der Messe teilzunehmen und Gleichaltrige kennenzulernen.
Das HamCamp befindet sich direkt auf dem Gelände in einer ungenutzten Messehalle und hat Platz für 120 Leute.
Im Preis mit inbegriffen sind: drei Übernachtungen von Donnerstag bis Sonntag, Eintritt zur Messe, Frühstück, Waschräume, PKW-Parkplatz an der Halle, Strom im Schlafabteil. Alle weiteren Infos und die Online-Anmeldung gibt es auf https://www.darc.de/ajw/hamcamp.
RTTY-Kurzcontest beendet, über 7000 QSOs dokumentiert
Der zweite DARC-RTTY-Kurzcontest der Saison 2026 ist beendet. Gute Bedingungen und demzufolge eine hohe Aktivität auf den beiden Bändern 40 m und 80 m waren zu beobachten. Bereits 24 Stunden nach dem Contest sind beim DARC-Contestreferat 116 Logs aus 20 Ländern eingegangen. Sie dokumentieren 7024 QSOs.
Aus DL sind bislang 82 Logs eingetroffen, wobei die meisten Logs aus dem Distrikt Niedersachsen (H) mit 6 Logs kamen, gefolgt vom Distrikt Köln-Aachen (G) mit 6 Logs und dem Distrikt Brandenburg (Y) mit 6 Logs. 73 de Peter John, DL7YS Contest Manager, DARC RTTY-Kurzconteste
Die geomagnetische Aktivität der Stufe ist ruhig bis unruhig (Kp 0–3). Auch die Sonnenaktivität dürfte weiterhin auf einem sehr geringen oder geringen Niveau bleiben, wobei eine geringe Wahrscheinlichkeit für vereinzelte M-Flares besteht, hauptsächlich von AR4419. Vom 17. auf den 18. April wird es jedoch geomagnetisch stürmisch. Bis dahin brauchbare bis gute Ausbreitungsbedingungen.
"Warum höre ich auf dem 12-m-Band Stationen, wenn die MUF doch bei 21 MHz liegt?"
Diese Frage erreichte kürzlich das HF-Referat. Die Antwort ist einfach: Weil, wie in der Grafik dargestellt, z. B. bei einem Hop Richtung Süden die MUF3000 (also über 3000 km Sprungdistanz) dort, wo der erste Sprung die Ionosphäre tangiert (bei rund 1500 km), die MUF der F2-Region deutlich höher liegt. Das erklärt auch, warum derzeit am frühen Abend südamerikanische Stationen im 12-m-Band und teils auch im 10-m-Band auftauchen. Denn nicht die MUF über meiner Station ist entscheidend, sondern die auf der Strecke zwischen TX und RX.
Am 25. April laden die veranstaltende DARC Verlag GmbH zusammen mit dem ideellen Träger DARC e.V. in die Messe Kassel zum 7. FUNK.TAG ein. In der Zeit von 9 bis 16 Uhr wird den Besuchern in den Hallen 1 und 2 ein vielfältiges Programm mit Flohmarkt, Händlerbeteiligung und einem Vortragsprogramm geboten. Darüber hinaus gibt es einen Anfahrts-Mobilwettbewerb, eine Prüfung zur US-Lizenz, ein Ballonstart mit Amateurfunk-Nutzlast, viele Informationen auf der Aktionsbühne und einen Funkmessplatz, an dem mitgebrachte oder auf dem Flohmarkt erworbene Geräte vor Ort auf Funktion geprüft werden können.
Tickets sind online unter https://events.darc.de/ft2026/ erhältlich. Umfangreiche Informationen zur Veranstaltung finden Sie in der Aprilausgabe der CQ DL ab Seite 8 und auf https://funktag-kassel.de. Der DARC freut sich über viele Besucher aus Nah und Fern! Wir wünschen eine gute Anreise.
Der DARC e.V. trauert um sein Mitglied Peter Wolff, DJ9LN, der am 11. April gestorben ist. Er wurde 83 Jahre alt und war 40 Jahre lang Mitglied in unserem Bundesverband, in den er im Jahr 1985 eintrat. Peter engagierte sich auf vielen Ebenen des Vereins; er war mehrere Jahre als stellvertretender Distriktsvorsitzender in Hamburg (E) tätig. Von 2006 bis 2007 wirkte er im DARC-Bundesvorstand. Diese Zeit hätte vielleicht auch noch länger werden können, wenn es nicht einen Kandidaten gegeben hätte, den Peter selbst für geeigneter hielt.
Also verzichtete er in seiner hanseatischen Zurückhaltung auf eine neuerliche Kandidatur. Für sein Engagement wurde ihm im Oktober 2022 die Goldene Ehrennadel des DARC e.V. verliehen. Auf OV-Ebene wirkte er in den vergangenen Jahren von 2016 bis 2022 im OV Hamburg-Nord-West (E16) als OVV und Kassenführer. Bis zu seinem Tod bekleidete er dort die Ämter des stellvertretenden OVV und des QSL-Managers. In der CQ DL-Serie „Gesichter des DARC“ wurde ihm in der Ausgabe 11/24 eine kurze Biografie gewidmet. Passend titelte sie „Der Grandseigneur des DARC“.
Der Weltamateurfunktag (WARD) wird jedes Jahr am 18. April gefeiert. Das Thema für 2026 lautet: „Den Geist des Amateurfunks durch Innovation fördern“. Die weltweite Veranstaltung umfasst alle Regionen der Internationalen Amateurfunkunion (IARU). Interessanterweise fällt der 18. April in diesem Jahr auf das Wochenende, den Samstag. Alle Funkamateure sind eingeladen, QRV zu werden. Der WARD ist kein Wettbewerb, sondern eine Gelegenheit, der Öffentlichkeit den Wert des Amateurfunks zu vermitteln.
Sie können Ihre persönlichen WARD-Aktivitäten auch auf Social-Media-Plattformen wie X und Facebook bewerben, indem Sie den Hashtag #WorldAmateurRadioDay verwenden. Weitere Ideen und Informationen finden Sie unter http://www.arrl.org/world-amateur-radio-day sowie https://www.iaru.org/on-the-air/world-amateur-radio-day. Die IARU wurde am 18. April 1925 in Paris gegründet und feierte 2025 ihr 100-jähriges Bestehen. Der Mitbegründer der American Radio Relay League (ARRL), Hiram Percy Maxim, war der erste Präsident der Organisation.
Ergebnis der Distriktversammlung im Distrikt Saar (Q)
Am Samstag, dem 11. April fand im OV-Lokal des OV-Saarbrücken (Q01) im Waldhaus, die diesjährige Distriktsversammlung Saar (Q) statt. 16 der 17 stimmberechtigten Ortsverbände waren anwesend. Neben den Tätigkeitsberichten von Distriktvorstand und den Referenten standen in diesem Jahr auch wieder Neuwahlen des Distriktsvorstandes an. Mit Eugen Düpre, DK8VR, als DV und Manfred Müller, DL4VAI, als Stellvertreter wurde Christiane Rester, DL3CR, als Stellvertreterin in den Distriktsvorstand gewählt.
Unter großem Applaus wurde Frank Kneip, DC2VE, verabschiedet, der nach 15-jähriger Tätigkeit als stv. DV nicht mehr zur Wiederwahl stand. (Tnx Info DK8VR)
URE erinnert mit Sonderrufzeichen EG1912T an den Untergang der Titanic
Am 10. April 1912 sticht die RMS Titanic von Southampton aus zu ihrer Jungfernfahrt in See – an Bord mehr als 1300 Passagiere und fast 900 Besatzungsmitglieder. Knapp fünf Tage später, kurz vor Mitternacht (GMT), kollidiert der britische Luxusdampfer im Nordatlantik mit einem Eisberg und versinkt keine drei Stunden später in den eiskalten Fluten. Da die Mehrheit der Passagiere aus Großbritannien, den USA, Skandinavien oder Irland stammte, stellt sich die Frage: Warum widmet der spanische Amateurfunkverband „Unión de Radioaficionados“ (URE) diesem Unglück ein eigenes Funkevent?
Die Antwort liefert das fesselnde Buch der spanischen Journalisten Nacho Montero und Javier Reyero, „Los diez del Titanic“ (Die Zehn der Titanic). Es rekonstruiert minutiös die Biografien von zehn Spaniern, die sich an Bord befanden – neun Passagiere und ein Besatzungsmitglied. Ihre Geschichten sind ebenso bewegend wie kurios.
Tragik, Geheimnisse und eine „gekaufte“ Leiche
Von den zehn spanischen Staatsbürgern überlebten sieben die Katastrophe; drei ließen ihr Leben. Die Gruppe bestand aus wohlhabenden Reisenden der Ersten Klasse, deren Bediensteten sowie einigen Geschäftsleuten. Unter ihnen befand sich Victor Peñasco y Castellana, ein junger Multimillionär und Neffe eines spanischen Premierministers, der mit seiner Frau Maria Josefa auf einer 17-monatigen Hochzeitsreise durch Europa war.
Da Victors Mutter eine panische Angst vor dem Meer hatte, verbot sie dem Paar ausdrücklich, den Ozean zu überqueren. Die Frischvermählten reisten dennoch heimlich von Paris nach Southampton, um die Titanic zu besteigen. Um den Schein zu wahren, ließen sie ihren Butler in Paris zurück. Dieser hatte die Aufgabe, regelmäßig im Voraus geschriebene Postkarten nach Madrid zu schicken, damit die Mutter das Paar weiterhin in Frankreich wähnte.
In der Nacht des Untergangs gelang es Victor, seine Frau und deren Zofe in einem Rettungsboot in Sicherheit zu bringen. Er selbst blieb an Bord und verschwand im Atlantik. Da seine Leiche nie gefunden wurde, stand die Witwe vor massiven juristischen Problemen: Nach damaligem spanischen Recht konnte ohne Leichnam kein Totenschein ausgestellt werden, was die Erbfolge blockierte und die Witwe rechtlich in einem Schwebezustand beließ – sie hätte niemals wieder heiraten können. Es hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass die Familie schließlich in einem Pariser Leichenschauhaus eine Leiche „kaufte“, um Victor offiziell für tot erklären zu lassen.
Schicksale in der Ersten und Zweiten Klasse
Ebenfalls in der Ersten Klasse reiste der wohlhabende asturische Landbesitzer Servando Oviés. Er war bereits mit 15 Jahren nach Kuba ausgewandert und dort zu einem bedeutenden Handelsmagnaten aufgestiegen. Nach einem Aufenthalt in Europa wollte er auf dem Transatlantikdampfer in seine Wahlheimat zurückkehren, erreichte diese jedoch nie. Auch sein Leichnam blieb unauffindbar.
Unter den Überlebenden stach Encarnación Reynaldo hervor. Die Witwe, die in der Zweiten Klasse reiste, wollte ihre Schwester in New York besuchen. In einer Nacht, in der Chaos und Sprachbarrieren über Leben und Tod entschieden, wurden ihre fließenden Englischkenntnisse zum Rettungsanker. Da die Anweisungen der Besatzung ausschließlich auf Englisch erfolgten, verstand sie die Signale rechtzeitig – und rettete damit vermutlich nicht nur sich selbst, sondern auch vier weiteren Spaniern der Zweiten Klasse das Leben.
„Einer der Gründe für die hohe Opferzahl auf der Titanic war, dass außer den Iren und Briten in der Zweiten und Dritten Klasse kaum jemand Englisch sprach“, erklärt Carmen Posadas, Autorin des Buches „Der mysteriöse Fall des Titanic-Betrügers“. Viele Passagiere konnten weder die Hinweisschilder lesen noch die Befehle der Crew verstehen.
Das Funkevent der URE
Um an diese Schicksale zu erinnern, veranstaltet die URE vom 10. April 2026 (0000 UTC), dem Tag des Auslaufens, bis zum 15. April 2026 (2359 UTC), dem Jahrestag des Untergangs, ein Gedenkevent auf den KW- und UKW-Bändern.
Rufzeichen: EG1912T
Betriebsarten: Alle Sendearten sind zugelassen.
Bestätigungen: Jeder Kontakt pro Sendeart und Band wird über das QSL-Büro, per eQSL und via LoTW bestätigt.
Besonderheit: Stationen, die EG1912T in der Betriebsart Morsecode (CW) kontaktieren, erhalten eine spezielle Sonder-QSL-Karte.
Foto: Es zeigt die Titanic bei der Abfahrt aus Southampton am 10. April 1912. Aufnahme von Francis Godolphin Osbourne Stuart (gemeinfrei).
RADIO DARC-Sendung 583 mit Bericht über die ARTEMIS-Mission
In der Sendung am 12. April beschäftigt sich RADIO DARC mit der aktuellen ARTEMIS-Mission der NASA. Sie brachte vier Raumfahrer zum Mond. Auffallend ist, mit welch einer phantastischen Qualität die Videos aus der Raumkapsel bei uns ankamen, und auch die Sprache wird kristallklar aus dem All übertragen – alles per Funk natürlich.
Da stellt sich doch sofort die Frage: Wie weit kann man eigentlich funken? Sind es zehntausend Kilometer, eine Million oder gar noch mehr? Dies und mehr erfahren Sie in der neuen Folge von RADIO DARC. Hören Sie doch einmal wieder rein! Frequenzen und weitere Informationen unter: https://www.darc.de/nachrichten/radio-darc/.
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs, Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 14 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 15. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- ITU aktualisiert Empfehlung zur Katastrophenkommunikation im Amateurfunkdienst - MeshCom 4.0 im Regelbetrieb in Hamburg - Neues 10-m-Relais auf den Azoren - Erfahrungsberichte, Gesprächsgruppen und Vortrags-Dankeschön! - Peilseminar am 18. April in Hannover - FUNK.TAG Kassel am 25. April - Aktuelle Conteste und - Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
ITU aktualisiert Empfehlung zur Katastrophenkommunikation im Amateurfunkdienst Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) hat im Februar 2026 die Empfehlung ITU-R M.1042-4 verabschiedet - die erste Überarbeitung seit 2007. Das Dokument beschreibt, was der DARC mit seinem Notfunkkonzept seit Jahren aufbaut. Die aktualisierte Empfehlung richtet sich an die Fernmeldeverwaltungen der Mitgliedstaaten. Der Kern: Verwaltungen sollen Amateurfunknetze fördern, die bei Ausfall regulärer Kommunikationsnetze einsatzbereit sind - netzunabhängig, von temporären Standorten aus, mit eigener Energieversorgung. Amateurfunkorganisationen sollen robuste Strukturen und Technologiesysteme entwickeln und regelmäßig üben. Die Empfehlung verweist ausdrücklich darauf, dass reguläre Kommunikationssysteme bei Notlagen durch physische Zerstörung oder Stromausfall nicht verfügbar sein können. Dass die ITU nach 19 Jahren Handlungsbedarf sieht, überrascht angesichts der veränderten Bedrohungslage nicht: Cyberangriffe auf Satelliteninfrastruktur (Viasat 2022), Unterwanderung westlicher Telekommunikationsnetze (Salt Typhoon) und gezielte Sabotage an Energieinfrastruktur (Berlin, Januar 2026) haben gezeigt, dass dieses Szenario real ist. Im Rahmen des Notfunkreferats wird derzeit der Aufbau von Gruppen vorangetrieben, die verlegbare digitale Kommunikationsinfrastruktur bereitstellen können: SIP-basierte Telefonanlagen, Datenfunkstrecken, eigene Masten und Energieversorgung. Ein Bedarfsträger erhält damit funktionsfähige Telefonanschlüsse und Datenverbindungen - unabhängig von jeder externen Infrastruktur. An Ausbildungswochenenden und Materialpflegeterminen werden diese Systeme regelmäßig geübt und gewartet. Das nächste Ausbildungswochenende findet vom 22. bis 25. Mai in Sankt Michaelisdonn statt. Alle Informationen zum Notfunkkonzept gibt es auf der Referatswebseite [1]. Die ITU-Empfehlung ist auf deren Webseite abrufbar [2]. Darüber berichtet das Notfunkreferat des DARC.
MeshCom 4.0 im Regelbetrieb in Hamburg Nach den Tests mit den Clubstationen der NDR-Betriebssportgruppe ist MeshCom 4.0, das LoRa-basierende Chat-Netzwerk von Funkamateuren für den Amateurfunk auf 433,175 MHz, nun an den Repeater-Standorten Hamburg-Lokstedt als DB0FS-12 und Hamburg-Rotherbaum als DB0NDR-12, im 24/7-Regelbetrieb. Bei DB0FS ist in 60 m Höhe über NN ein vertikal polarisierter Dipol installiert und die Ausgangsleistung beträgt 1 W. Am Standort DB0NDR beträgt die Ausgangsleistung 150 mW an einer gestockten Vertikalantenne in 35 m über NN. Beide Standorte haben eine Gateway-Anbindung über Hamnet oder Internet zum deutschen MeshCom-Server. Es gibt mittlerweile ca. 30 Stationen im Raum Hamburg, die MeshCom nutzen, auch weitere Gateways an exponierten Standorten, sodass mittlerweile eine sehr gute Abdeckung im gesamten Stadtgebiet gewährleistet ist und zudem auch Verbindungen weit über die Stadtgrenze möglich sind. DAPNET ist an den Standorten DB0FS und DB0NDR auf unbestimmte Zeit außer Betrieb, da es zu Beeinträchtigungen eines kommerziellen Funksystems kam, welches im Nachbarkanal bei 440 MHz betrieben wird. Meldungen wie Betriebsstatus der NDR-Repeater oder Warnmeldungen, die bisher über DAPNET/Pocsag verbreitet wurden, werden daher nun über MeshCom ausgesendet. Wer mehr zu dem Thema MeshCom 4.0 erfahren möchte, der kann sich online informieren [3]. Darüber berichtet Peter Kaminski, DL9DAK.
Neues 10-m-Relais auf den Azoren Auf der Insel São Miguel, der größten Insel der Azoren, steht ein neuer 10-m-FM-Repeater für QSOs bereit. Dies ist der erste 10-m-Repeater für den Amateurfunkclub der Azoren, CU2ARA, der sein 50-jähriges Bestehen feiert. Der Repeater sendet mit 50 W auf 29,630 MHz und empfängt auf 29,530 MHz - also minus 100 kHz Shift. Das Relais wird mit einem CTCSS-Ton von 88,5 Hz bedient. Der Sender befindet sich im Zentrum der Insel, der Empfänger etwa 20 km entfernt auf der Westseite. Beide liegen auf einer Höhe von 900 m. Die Standorte sind über 5-GHz-WLAN-Verbindungen miteinander verbunden. Laut Bruno, CS8ABG, bietet der Standort auch vielversprechende Möglichkeiten für weitere Anwendungen. Das Strahlungsdiagramm in Ost-West-Richtung der Dipole begünstigt die Ausbreitung zwischen Europa und Nordamerika. Darüber berichtet die Amateur Radio Newsline.
Erfahrungsberichte, Gesprächsgruppen und Vortrags-Dankeschön! In der kommenden Woche bietet das AfuBarcamp eine familiäre und interessante Weiterbildungsveranstaltung. Wie immer beim AfuBarcamp können alle, die teilnehmen, ihre persönlichen Lieblingsthemen oder auch Probleme mitbringen und aufs Programm setzen: Das AfuBarcamp erfüllt eure Wünsche! Wir freuen uns auf interessante Erfahrungsberichte und konstruktive Gesprächsgruppen. Das alles gibt es bequem zu Hause als Online-Veranstaltung, am kommenden Dienstagabend, 19 Uhr MESZ auf unserer Online-Plattform Treff. Details hat die Webseite des AfuBarcamp [4]. Anderthalb Wochen später bedankt sich das AfuBarcamp für die Ehrenplakette des DARC, die uns im letzten Jahr verliehen wurde, mit einem Vortrag, der die Geschichte des AfuBarcamps aus Sicht eines der Hauptakteure schildert. Dieser Vortrag wird beim FUNK.TAG Kassel angeboten, um 11 Uhr in Raum 3.
Peilseminar am 18. April in Hannover Zum Start in die neue Peilsaison bietet der Distrikt Niedersachsen ein Anfänger- und Auffrischungsseminar in Hannover-Misburg an, mit viel 80-m-Praxis im Wald und etwas Theorie im Misburger Wald-Forum. Die Themen reichen von: naturverträglicher Waldnutzung, Kontakten zu Förstern und Waldbesitzern, Organisation spannender Trainings und Wettbewerbe, Kartentools im Internet, Ausleihe und Aufbau von Peilgeräten, Zeitnahmesysteme oder Lochzangen, bis hin zum DARC-Peildiplom. Erfahrene Peilsportler und ein Forstwirt der Niedersächsischen Landesforsten beantworten eure Fragen. Viel Stoff für einen einzigen Seminartag, daher setzen wir den Informationsaustausch fort mit Videochat-Fragerunden, die über das Frühjahr verteilt eine erfolgreiche Veranstaltung eurer Fuchsjagd-Pläne unterstützen sollen. Die Seminarteilnahme ist für DARC-/VFDB-Mitglieder und Jugendliche kostenlos, für Nicht-Mitglieder wird ein geringer Teilnahmebeitrag erhoben. Das Seminar findet am Samstag, 18. April von 9 bis 17:30 Uhr in Hannover-Misburg statt. Eine Anmeldung ist erforderlich, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen und Fragen sind per E-Mail einzureichen [5]. Darüber berichtet Gerhard Kottschlag, DL9DBK.
FUNK.TAG Kassel am 25. April Am 25. April laden die veranstaltende DARC Verlag GmbH zusammen mit dem ideellen Träger DARC e.V. in die Messe Kassel zum 7. FUNK.TAG ein. In der Zeit von 9 bis 16 Uhr wird den Besuchern in den Hallen 1 und 2 ein vielfältiges Programm mit Flohmarkt, Händlerbeteiligung und einem Vortragsprogramm geboten. Darüber hinaus gibt es einen Anfahrts-Mobilwettbewerb, eine Prüfung zur US-Lizenz, ein Ballonstart mit Amateurfunk-Nutzlast, viele Informationen auf der Aktionsbühne und einen Funkmessplatz, an dem mitgebrachte oder auf dem Flohmarkt erworbene Geräte vor Ort auf Funktion geprüft werden können. Umfangreiche Informationen zur Veranstaltung finden Sie in der Aprilausgabe der CQ DL ab Seite 8. Der DARC freut sich über viele Besucher aus Nah und Fern! Wir wünschen eine gute Anreise.
Aktuelle Conteste 11. bis 12. April: Japan International DX Contest, IG-RY WW RTTY Contest und OK-OM SSB DX Contest 11. und 12. April: DIG QSO Party 14. April: DARC RTTY-Kurzcontest 17. bis 18. April: Holyland Contest 18. April: Nord Contest 18. bis 19. April: IARU 50 MHz MGM Contest Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 4/26 auf S. 68.
Der Funkwetterbericht vom 7. April, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL Zunächst der Rückblick vom 31. März bis 7. April: Sechs Sonnenfleckengruppen und mehrere koronale Löcher konkurrierten miteinander und prägten die Sonnenaktivität. Die Region 4409 war mit 6 M- und 50 C-Flares die aktivste. Der solare Fluxindex fiel im Berichtszeitraum von 142 auf 109 Einheiten [6]. Geomagnetisch ruhigere Tage waren der 31. März sowie der 1., 6. und 7. April. An den anderen Tagen wehte intensiver Sonnenwind mit bis zu 856 Kilometern pro Sekunde. Das spiegelte sich auch in den Ausbreitungsbedingungen wider, die von Fading und mehr oder weniger starker Dämpfung geprägt waren. Die für 3000 Kilometer Sprungentfernung in Juliusruh ermittelte Grenzfrequenz der F2-Schicht betrug am 6. April nachts etwa 10 MHz, bei Sonnenaufgang 13 MHz und zwei Stunden später 16 MHz. Sie erreichte tagsüber 25 MHz, bei Sonnenuntergang 23 MHz und fiel zwei Stunden danach auf 19 MHz [7]. Am besten funktionierten die nach Süden hin und parallel zum Äquator verlaufenden Funkwege, die auch auf 10 und 12 m brauchbare Signale lieferten.
Vorhersage bis 14. April: Die sechs Sonnenfleckengruppen befinden sich alle in der westlichen Hälfte und nähern sich dem Rand. Eine neue Region ist am östlichen Sonnenrand zu erkennen. Wir erwarten eine ruhige Sonne und Fluxwerte zwischen 100 und 110 Einheiten. Die Wahrscheinlichkeit für M-Flares beträgt noch 35 Prozent. Das geomagnetische Feld wird zeitweise gestört sein, besonders zwischen dem 10. und 13. April. Diese Entwicklung wird sich auch in niedrigeren MuF2-Werten und in mäßigen Ausbreitungsbedingungen zeigen. Tagsüber sind die besten Bänder 17 und 15 m, nachts 40, 80 und 30 m. Über den langen Weg ist der Südpazifik morgens noch stabil erreichbar.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:26; San Francisco/Kalifornien 02:38; Sao Paulo/Brasilien 21:00; Port Stanley/Falklandinseln 21:28; Honolulu/Hawaii 04:47; Anchorage/Alaska 04:58; Johannesburg/Südafrika 16:00; Melbourne/Ostaustralien 08:05; Auckland/Neuseeland 06:07; Berlin/Deutschland 17:50.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
Außerdem ist zu erwähnen, dass kürzlich ein Bug in WSJT-X improved behoben wurde, der verhinderte, dass API-Schlüssel erfolgreich getestet werden konnten. Die Fehlersuche und -bereinigung wurde von DJ7NT und DF2ET aktiv unterstützt. Das nächte Release von WSJT-X improved behebt diesen Fehler und wird in ca. 2 Wochen erscheinen.
Wichtiger Hinweis: Sollte es bei einigen Nutzern zu Problemen beim loggen kommen, empfiehlt es sich des Browser-Cache zu leeren. https://browsercache-leeren.de/
Vielen Dank an alle Nutzer. Bitte sendet gefundene Fehler weiterhin an logbuch(at)darc.de.
Danke speziell an:
Das Wavelog-Entwicklerteam, im einzelnen DF2ET, DJ7NT, HB9HIL und LA8AJA.
Das Support- und Betriebsteam für Wavelog@DARC, bestehend aus DO8MKR, DG0TM und DG9VH.
Der DARC-Ostercontest (EASTER) 2026 ist beendet. Zahlreiche Funkamateure, vor allem aus Deutschland, belebten am Ostermontag die Kurzwellenbänder. Bereits am Tag nach dem Contest sind beim DARC-Contestreferat 363 Logs aus 15 Ländern eingegangen. Sie dokumentieren aktuell 32 215 QSOs. Aus DL sind bislang 338 Logs eingetroffen. Die meisten Logs kamen aus dem Distrikt Hessen (F) mit 35 Logs, gefolgt von Distrikt Niedersachsen (H) mit 24 Logs und dem Distrikt Franken (B) mit 24 Logs.
Alle weiteren Teilnehmer können ihr Log noch bis zum Einsendeschluss am 13. April 2026 einreichen. Darüber berichtet der Contestmanager Michael Moog, DL3FCG.
Auf der Insel São Miguel, der größten Insel der Azoren, steht ein neuer 10-m-FM-Repeater für QSOs bereit. Dies ist der erste 10-Meter-Repeater für den Amateurfunkclub der Azoren, CU2ARA ( www.cu2ara.com ), der sein 50-jähriges Bestehen feiert. Der Repeater sendet mit 50 W auf 29,630 MHz und empfängt auf 29,530 MHz (also –100 kHz Shift). Das Relais wird mit einem CTCSS-Ton von 88,5 Hz bedient.
Der Sender befindet sich im Zentrum der Insel, der Empfänger etwa 20 km entfernt auf der Westseite. Beide liegen auf einer Höhe von 900 m. Die Standorte sind über 5-GHz-WLAN-Verbindungen miteinander verbunden. Laut Bruno, CS8ABG, bietet der Standort auch vielversprechende Möglichkeiten für weitere Anwendungen. Das Strahlungsdiagramm in Ost-West-Richtung der Dipole begünstigt die Ausbreitung zwischen Europa und Nordamerika. Darüber berichtet die Amateur Radio Newsline.
(Symbolfoto: Landschaft Azoren, CQ DL Archiv)
Referat Conteste / DF4ZL
Termine
Aktuelle Conteste KW 15/26
Conteste in der Kalenderwoche 15/2026 - 06.04.26 bis 12.04.26►
Betrieb an der Schulstationen DKØLG des Liborius-Gymnasiums in Dessau
Bild: Jens Home, DM4JH
Titelthema
Immer am 5. Mai: Europatag der Schulstationen
Der Europatag der Schulstationen ist jedes Jahr am 5. Mai. In dieser Ausgabe blicken wir einmal hinter die Kulissen dieses Aktivitätstages. Was sind die Benefits für Schüler, Gesellschaft und Amateurfunk? Lesen Sie dazu unser Interview mit dem AATiS-Vorsitzenden und dem Organisator des Europatages der Schulstationen.
Technik
Satellitenfunk? Gar nicht schwer!
Für den Funkbetrieb braucht es gar nicht so viel Technik. Eine handgehaltene Duoband-Yagi und ein Handfunkgerät sind bereits die wesentlichen Elemente, um über umlaufende Amateurfunksatelliten Betrieb machen zu können. Armin Duft, DH1DA, zeigt Ihnen seine Herangehensweise.
Funkbetrieb
QRV vom Camper
Funkbetrieb im Camper bedeutet Freiheit. Da funken, wo es schön ist. Technisch kann es Tücken geben. Welche? Auf Seite 50
Unsere Social-Media-Präsenz bietet dir einen direkten Draht zu allen wichtigen Informationen rund um den DARC: Vereinsnews, Event-Ankündigungen und spannende Einblicke in unsere Aktivitäten.
Egal, ob du dich über bevorstehende Veranstaltungen informieren, interessante Diskussionen führen oder einfach einen Blick hinter die Kulissen werfen möchtest – auf unseren Kanälen ist für jeden etwas dabei.
Folge uns hier:
Social.Darc.de (Mastodon) - Der alternative datenschutzfreundlichere Weg, um mit uns in Kontakt zu bleiben und die neuesten Infos in kürzerer Form zu erhalten.
Diese Website nutzt ausschließlich technisch erforderliche Cookies. Wir benutzen keine Cookies, die eine Einwilligung erfordern würden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
X