Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. ist die größte Vereinigung von Funkamateuren in Deutschland und Europa. Der DARC gliedert sich bundesweit in 24 Distrikte und ca. 960 Ortsverbände. Die Aufgaben des Clubs sind es, den Amateurfunk zu fördern und die geeigneten Rahmenbedingungen für den Amateurfunkdienst zu schaffen. International engagiert er sich als Mitglied in der International Amateur Radio Union (IARU).
Das Logbuch des DARC, welches unter log.darc.de für jedes Mitglied erreichbar ist, hat wieder einige Bugfixes und Neuerungen erhalten und trägt nun die Versionsnummer 3.2.5
Die neue Version bringt viele Performance- und Stabilitätsverbesserungen in den Logbuch-Schnittstellen, bei Diplomen, im Contest-Betrieb und in der API sowie zahlreiche kleinere Fehlerbehebungen und Bedienungsverbesserungen. Sie enthält außerdem wertvolle Beiträge aus der Community — danke an alle, die mitgeholfen haben, Wavelog besser zu machen.
Konkret neu sind unter anderem:
Klubstationsmenue nun übersichtlicher bei vielen Clubstationen
Clublog: Mehrere Verbesserungen. u.a.: OQRS nun in WL integrierbar, Login-Testing, stabilität
PSKReporter für QSOs, die nicht via API gekommen sind.
Verbesserte Kartenansicht mit Grayline.
Schnellere QRZ-Lookups
Verbesserungen und Anpassungen beim Arbeiten via Satellit / Statusseite, etc.
Wichtiger Hinweis: Sollte es bei einigen Nutzern zu Problemen beim loggen kommen, empfiehlt es sich des Browser-Cache zu leeren. https://browsercache-leeren.de/
Vielen Dank an alle Nutzer. Bitte sendet gefundene Fehler weiterhin an logbuch(at)darc.de.
Danke speziell an:
Das Wavelog-Entwicklerteam, im einzelnen DF2ET, DJ7NT, HB9HIL und LA8AJA.
Das Support- und Betriebsteam für Wavelog@DARC, bestehend aus DO8MKR, DG0TM und DG9VH.
Aufgrund des anstehenden schnellen Sonnenwinds wird erwartet, dass die geomagnetische Aktivität überwiegend ruhig bis aktiv (Kp 2–4) sein wird, wobei zeitweise G1/leichte Stürme (Kp 5) auftreten können. Die Sonne ist gering bis mäßig aktiv, mit weiteren M-Flares aus der Sonnenfleckenregion AR4566 ist zu rechnen (M35% X10%). Mäßige bis gute DX-Bedingungen. |
Das Bild zeigt die Sonne aus Sicht des Satelliten SDO, in mehreren Wellenlängen kombiniert, wobei sich in blauer Farbe ein bemerkenswertes koronales Loch zeigt, also eine Region in der Gashülle der Sonne mit geringerer Dichte. Dieses koronale Loch erzeugt schnellen Sonnenwind. Der könnte die Erde bereits heute erreichen, zunächst noch schwach, später dann aber aufdrehen, mit Geschwindigkeiten bis zu 650 km/s; sobald er sich etabliert hat, wird er wahrscheinlich über einen Großteil des Zeitraums bis einschl. 9. November anhalten, also über das gesamte Wochenende. ▶️
Die geomagnetische Aktivität wird voraussichtlich zunächst überwiegend ruhig (Kp 0–2) sein und sich mit Einsetzen des schnellen Windes auf unruhig bis aktiv (Kp 3–4) verstärken, wobei zeitweise G1/leichte Stürme (Kp 5) auftreten können; später im Zeitraum wird die Aktivität dann voraussichtlich wieder abnehmen. Folgen: Erhöhte Dämpfung (Absorption) in den Polarregionen. Insbesondere auf 10, 12, 15 und 20 m sowie eine Absenkung der MUF (maximal nutzbare Frequenz). Dadurch funktionieren höhere Bänder schlechter, das Ausmaß hängt von Tageszeit und geografischer Lage ab. Zudem können Signale stärker schwanken (QSB). (Bild: @dlr-next.bsky.social)
Kostenloser Antennensimulator für Funkamateure von Ulrich L. Rohde, N1UL/DJ2LRLink zu dieser Meldung
Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h. c. mult. Ulrich L. Rohde, N1UL/DJ2LR, hat den „N1UL Ham Antenna Simulator“ entwickelt und stellt ihn für Funkamateure kostenlos zur Verfügung. Aktuell in der Version 1.1, sie ist unter Windows lauffähig. Die Software können Interessierte vom DARC-Server unter www.darc.de/nachrichten/amateurfunkmagazin-cq-dl/ herunterladen (vorheriger Login auf DARC-Webseite erforderlich).
Mit dem umfangreichen Werkzeug steht Funkamateuren und Antennenentwicklern eine beeindruckende Möglichkeit zur Verfügung, unterschiedlichste Antennen präzise zu simulieren, zu analysieren und zu optimieren. Die zahlreichen Funktionen und umfassenden Validierungsprüfungen unterstreichen den hohen wissenschaftlichen und technischen Anspruch dieser Entwicklung. Der Software ist eine ausführliche Dokumentation in Form einer PDF-Datei beigefügt. Inhaltlich ist sie auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau geschrieben. In der Einleitung heißt es: „Der N1UL-Antennensimulator berechnet Drahtantennen beliebiger Form: gerade Drähte, Polygone, Schleifen, Helix‘, glatte Kurven durch vorgegebene Punkte und durch Formeln definierte Kurven, im freien Raum, über perfektem Boden oder über realem Boden, entweder mit Reflexionskoeffizienten oder mit dem exakten Sommerfeld-Nahfeld der Erde für niedrige Antennen sowie gedruckte Antennen auf Leiterplatten mit oder ohne Grundplatte. Ein Netzgenerator unterteilt die Drähte anhand der Wellenlänge, der Krümmung sowie der Positionen von Speisepunkten, Lasten und Verbindungsstellen in Segmente, verbindet die Drähte automatisch miteinander und überprüft die Geometrie. Die Ströme werden mit einer Galerkin-Moment-Methode unter Verwendung stückweise linearer Stromfunktionen und eines Mixed-Potential-Kernels mit analytischer Extraktion des singulären Teils ermittelt. Das Programm gibt die Impedanz am Speisepunkt, das SWR, den Gewinn, das Vor-/Rückverhältnis, die Strahlbreiten, den Wirkungsgrad und den durchschnittlichen Gewinn aus und zeigt dreidimensionale Strahlungsdiagramme, Höhen- und Azimut-Schnitte, Impedanz-Sweeps, ein Smith-Diagramm sowie die Strom- und Spannungsverteilung auf den Drähten an. NEC-2-Eingabedateien werden direkt eingelesen. Benannte Variablen, ein integrierter Optimierer (Differential Evolution) und automatische L-Anpassungsnetzwerke unterstützen den Entwurf, wobei alle Kerne des Prozessors genutzt werden. Fünfzehn Beispielantennen sind dokumentiert, und 95 nachvollziehbare Validierungsprüfungen gegenüber NEC-2, geschlossene Formeln und veröffentlichte Mikrostrip-Ergebnisse, der Bildtheorie sowie veröffentlichte FEKO-Ergebnisse sind in das Programm integriert.“ Der DARC e.V. bedankt sich ganz herzlich bei OM Rohde, N1UL/DJ2LR, für die Entwicklung und Bereitstellung des leistungsfähigen N1UL-Amateurfunk-Antennensimulators.
Bild: Screenshot N1UL Antenna Simulator, Inverted-V-Dipol 40 m
Wenn das Mobilfunknetz schweigt – warum der Notfunk beim Stromausfall anfängtLink zu dieser Meldung
Im Januar 2026 war der Berliner Südwesten vier Tage ohne Strom und nach einer halben Stunde auch ohne Mobilfunk. Die Batterien an den Masten reichen laut Expertenkommission für rund 30 Minuten, eine Pflicht zu mehr gibt es nicht, und die Bundesregierung plant auch keine. Wer danach noch telefonieren kann, hat BOS-Funk oder ein Satellitentelefon. Bauhof, Wasserwerk und Notunterkunft haben beides nicht. Der erste Teil der Reihe „Notfunk erklärt“ zeigt, warum der Notfunk im DARC genau dort ansetzt.
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs, Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 44 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 45. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- Neue Schnittstellenbeschreibung für Amateurfunkanlagen - Verfügung Nr. 77/2026 - Reverse Beacon Network von der Yasme-Stiftung ausgezeichnet - DATV-Relais DB0YZ erhält Streaming-Eingabe über Hamnet - Sendemasten in Beidweiler/Luxemburg werden gesprengt - DARC-Mitgliederversammlung am 14. November - US-Amateurfunkprüfung beim 40. Chaos Communication Congress in Hamburg - Aktuelle Conteste und - Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Neue Schnittstellenbeschreibung für Amateurfunkanlagen - Verfügung Nr. 77/2026 Mit der Verfügung Nr. 77/2026 tritt die neue Schnittstellenbeschreibung SSB SF 008 für kommerziell verfügbare Amateurfunkanlagen im Frequenzbereich bis 275 GHz mit sofortiger Wirkung in Kraft. Sie ersetzt die bisherige SSB SF 006 von April 2018. Was bedeutet das für Funkamateure? Die neue Schnittstellenbeschreibung legt die technischen Anforderungen und Schnittstellenbedingungen für kommerziell verfügbare Amateurfunkanlagen fest. Sie dient insbesondere Herstellern und Anbietern als Grundlage für die Konformitätsbewertung und das Inverkehrbringen entsprechender Geräte. Für Funkamateure, die ihre Geräte bestimmungsgemäß nutzen, ergibt sich zunächst kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Bestehende Geräte müssen nicht allein aufgrund des Inkrafttretens der neuen SSB ausgetauscht werden. Die neue Beschreibung wird in Kürze kostenlos als PDF-Datei auf der Webseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht [1], dort navigiere man zu Fachthemen, Telekommunikation, Technik und Produktsicherheit und dann Funk-Schnittstellenbeschreibungen. Darüber berichtet die Behörde in ihrem Amtsblatt Nr. 21 vom 4. November.
Reverse Beacon Network von der Yasme-Stiftung ausgezeichnet Die Yasme-Stiftung hat das Reverse Beacon Network, kurz RBN, mit ihrem Excellence Award ausgezeichnet. Das RBN besteht aus Hunderten automatisierter Empfänger weltweit, welche die Frequenzbänder abhören und melden, was sie hören - wann sie es hören - und wie gut. Im Laufe der Jahre hat das RBN Fördermittel von der Yasme-Stiftung erhalten, um die Reparatur, Modernisierung und den Ausbau seiner Knoten weltweit zu unterstützen. Diesmal würdigt die Stiftung jedoch die Teamleistung, die mit dem Gründer Felipe, PY1NB, begann. In ihrer Bekanntgabe bezeichnete Yasme das Netzwerk (Zitat) "als unschätzbar wertvoll für Ausbreitungstests, Antennenvergleiche, den Contest-Betrieb und die Auswertung der Ergebnisse" (Zitatende). Zu jedem beliebigen Zeitpunkt liefert das globale Netzwerk aus 250 aktiven Knoten Live-Berichte über CW-Sendegeschwindigkeit, Signal-Rausch-Verhältnis, Signalstärke und natürlich die Betriebsfrequenz. Darüber berichtet Jim Meachen, ZL2BHF, in der Amateur Radio Newsline.
DATV-Relais DB0YZ erhält Streaming-Eingabe über Hamnet Das DATV-Relais DB0YZ hat seit dem 28. Oktober zu den bisherigen Eingaben eine Streaming-Eingabe über das Hamnet dazubekommen. Informationen befinden sich auf der Relais-Webseite im Internet [2] unter dem Reiter Streaming sowie dem Reiter DATV. Zuschauen ist über den Videoplayer VLC und Streamen über OBS Studio möglich. "Wir würden uns über neue Gesichter freuen", berichtet Marco Dittmann, DL9AM.
Sendemasten in Beidweiler/Luxemburg werden gesprengt Für die drei Türme in Beidweiler in Luxemburg - gelegen im Locatorfeld JN39DR - herrscht nun Gewissheit: Sie werden am 6. November gegen 15 Uhr gesprengt [3]. Die Firma Liesegang aus Hürth wird die Sprengladungen zünden, die notwendigen Vorbereitungen hierfür laufen bereits. Die drei Sendemasten in Beidler gehören zum Broadcasting Center Europe (BCE), einer Tochtergesellschaft der RTL Group. Von 1972 bis zum 2. Januar 2023 sendeten sie Langwellenprogramme mit dem französischsprachigen Radioprogramm von RTL nach Frankreich. Darüber berichtet Mich Friederich, LX1KQ, vom luxemburgischen Amateurfunkverband RL.
DARC-Mitgliederversammlung am 14. November Am Samstag, dem 14. November, findet im Hotel Stadt Baunatal, Wilhelmshöher Str. 5 in 34225 Baunatal die Mitgliederversammlung des DARC e.V. statt. Der Tag beginnt um 9 Uhr mit einer offenen Diskussionsrunde für DARC-Mitglieder, in der bis etwa 10:30 Uhr ein Meinungsbild zu den vorliegenden Anträgen erarbeitet wird. Im Anschluss beginnt um 11 Uhr die eigentliche Mitgliederversammlung, die bis ungefähr 18 Uhr fortgeführt wird und ebenfalls öffentlich für alle DARC-Mitglieder ist. Die Unterlagen zur Versammlung nebst Tagesordnung und der vorliegenden Anträge sind auf der DARC-Webseite abrufbar [4].
US-Amateurfunkprüfung beim 40. Chaos Communication Congress in Hamburg Zum 40. Chaos Communication Congress 40C3, dem jährlichen Treffen des Chaos Computer Club, findet eine Vor-Ort-Prüfung für die US-Amateurfunkprüfung statt, und zwar am Sonntag, den 27. Dezember um 19 Uhr in den Räumen des Attraktor e.V. Hamburg-Altona. Voraussetzung ist eine FRN der amerikanischen Fernmeldebehörde FCC, die man leicht online bekommen kann, eine US-Adresse für den Empfang von Briefen sowie 15 US-Dollar Gebühr für die Prüfungsteilnahme sowie ein Fotoausweis-Dokument, Reisepass oder Personalausweis. Auch sogenannte Walk-ins sind für eine spontane Teilnahme ohne Voranmeldung gestattet, aber die Organisatoren bitten um eine Vorab-Registrierung. Weitere Informationen zur Prüfung sowie ein Pre-Registration-Formular, damit alle Unterlagen schon vorausgefüllt zur Prüfung vorliegen, findet man in deutscher und englischer Sprache auf der Webseite der ARRL VE Group DL Nord [5]. Hier findet man auch alle weiteren Informationen rund um das Thema US-Amateurfunklizenz. Darüber berichtet Peter Kaminski, DL9DAK/N9DAK, von der ARRL Group DL Nord.
Aktuelle Conteste 7. November: 50. IPA Radio Club Contest 7. bis 8. November: IARU-Region 1 Marconi Contest VHF 8. November: 50. IPA Radio Club Contest und FIRAC HF-Contest 10. November: DARC FT4-Contest 14. November: Aktivitätswochenende Schleswig-Holstein 14. bis 15. November: WAE DX Contest, JA International DX Contest und OK/OM DX CW Contest 15. November: Aktivitätswochenende Schleswig-Holstein und HOT-Party Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 11/26 auf S. 68.
Der Funkwetterbericht vom 4. November, erstellt von Tom Kamp, DF5JL Zunächst der Rückblick vom 28. Oktober bis 4. November: Die Sonnenaktivität blieb in der vergangenen Woche gering. Auf der erdgerichteten Sonnenseite waren nur wenige kleine aktive Regionen sichtbar, stärkere M- oder X-Flares traten nicht auf. Nach einem koronalen Hochgeschwindigkeitsstrom zum Monatswechsel hat sich die geomagnetische Aktivität wieder beruhigt, der Kp-Index lag meist bei 1 bis 2. Der solare Flux liegt derzeit unterhalb 100 Einheiten. Gute DX-Bedingungen bieten vor allem nachts die unteren Kurzwellenbänder. Die Bänder 20 und 17 m öffnen tagsüber zuverlässig für interkontinentale Verbindungen, während 15, 12 und 10 m lediglich nur zeitweise nutzbar sind.
Vorhersage bis zum 11. November Zunächst werden weiterhin ruhige geomagnetische Bedingungen erwartet. Zwischen dem 6. und 9. November könnte jedoch ein Hochgeschwindigkeitsstrom aus einem koronalen Loch für erhöhte geomagnetische Aktivität sorgen. Bis dahin sind überwiegend stabile Ausbreitungsbedingungen zu erwarten. Der solare Flux dürfte um 100 Einheiten bleiben. Gute DX-Chancen bestehen weiterhin auf 20 und 17 m, brauchbare Öffnungen auf 15 m sowie zeitweise F2-Ausbreitung auf 10 und 12 m. Die Lowbands profitieren nachts von den ruhigen geomagnetischen Verhältnissen. Unser DX-Tipp: 30 m - ein unterschätztes Band! Ein Hinweis in eigener Sache: Die DARC-Aurorabake DK0WCY verwendet ab sofort nicht mehr die Sonnenfleckenrelativzahl der US-Wetterbehörde NOAA, sondern die "Estimated International Sunspot Number" EISN, eine international abgestimmte Kennzahl, die die Beobachtungen zahlreicher Sonnenobservatorien weltweit zusammenführt und damit eine besonders belastbare Grundlage bietet. Auch der solare Flux wird künftig direkt vom Dominion Radio Astrophysical Observatory (DRAO) in Kanada übernommen und mit einer Nachkommastelle dargestellt. Diese Verbesserungen fließen seit dem 4. November ebenso in den täglichen Funkwetterbericht ein und sorgen für noch genauere Informationen über die aktuellen Ausbreitungsbedingungen.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
Ist Funktechnik im Zeitalter von Smartphones und 5G-Netzen längst veraltet? Keineswegs. Der Amateurfunk besitzt bis heute ein enormes Innovationspotenzial. Er ist bedeutungsvoll für die globale Kommunikation.
Auf der RSGB-Tagung 2026 trafen sich vier führende Verbandspräsidenten. Steve Thomas von der RSGB moderierte das Gespräch. Mit dabei waren Tim Ellam (IARU) und Bob Beebe (RSGB). Auch Christian Entsfellner (DARC) und Jeffery Roe (IRTS) nahmen teil. Ihre Botschaft ist klar.
Die Funktechnologie wandelt sich stark. Gleichzeitig braucht der Amateurfunk starke Verbände zur Verteidigung der Frequenzen.
Frequenzteilung als Vertrauensbeweis der Behörden Regulierungsbehörden vergeben Frequenzen heute selten in starren Blöcken. Stattdessen setzt sich die Frequenzteilung immer weiter durch. Satellitendienste nutzen insbesondere Frequenzen nahe dem 70-cm-Band. Behörden verwalten freie Kapazitäten heute sehr dynamisch. Christian Entsfellner Vorsitzender des DARC nennt ein wichtiges Beispiel aus Deutschland. Dort teilen sich Funkamateure die Mikrowellenbänder oft mit dem Militär. Diese Partnerschaft schützt vor dem Frequenzhunger kommerzieller Mobilfunkanbieter. Auch Landesgrenzen spielen eine wichtige Rolle. In Österreich nutzen andere Dienste die obersten 90 kHz des 70-cm-Bands. Das erfordert an den Grenzen höchste technische Präzision. Für Jeffery Roe (IRTS) ist diese Frequenzteilung ein echtes Gütesiegel. Die Behörden vertrauen auf die hohe Kompetenz der Funkamateure. Funkamateure handeln im geteilten Spektrum fair und präzise. So beweisen sie sich als verlässliche Partner der Regulierungsbehörden.
Nachwuchs gewinnen durch Outdoor-Aktivitäten Die Mitglieder in den über 170 IARU-Verbänden werden immer älter. Deshalb hat die IARU-Region 1 ein eigenes Jugendkomitee gegründet. Zudem fließen nun mehr Gelder direkt in die Nachwuchsförderung. Das Hobby verändert seinen Charakter komplett. Amateurfunk findet nicht mehr nur isoliert im heimischen Funkkeller statt. Er wird zum aktiven Gemeinschaftserlebnis in der Natur. Programme wie SOTA (Berge) oder POTA (Parks) liegen voll im Trend. Auch Schulkontakte zur Raumstation ISS begeistern junge Menschen. Sie verbinden moderne Technik mit echtem Teamgeist. Das hat auch große wirtschaftliche Vorteile. Jugendliche lernen so früh die Grundlagen der Hochfrequenztechnik kennen. Der Amateurfunk sichert damit wichtige Fachkräfte für den Arbeitsmarkt von morgen.
Software ersetzt den klassischen Lötkolben Über 90 Prozent des Amateurfunkspektrums liegen oberhalb von 144 MHz. Hier liegt ein gewaltiges Potenzial für neue Ideen. Statt am Lötkolben entsteht Innovation heute meist am Computer. Software Defined Radio (SDR) und digitale Signalverarbeitung dominieren die moderne Funkwerkstatt. Funkamateure programmieren eigene digitale Betriebsarten wie M17 und neue Codecs. Skepsis gegenüber Neuem gab es im Hobby schon immer. Das galt früher für SSB und später für FT8. Bob Beebe (RSGB) vergleicht das mit der Musikbranche. Dort erlebt die klassische Schallplatte heute ein großes Comeback. Ähnlich läuft es beim Funken. Viele junge Leute starten mit digitalen Software-Modi. Später entdecken sie dann ihre Leidenschaft für die klassische Morsetelegrafie. Der Amateurfunk verbindet gelebte Tradition mit modernster Technik.
Unsichtbare Diplomatie schützt unsere Frequenzen Ohne nutzbare Frequenzen stirbt das Hobby aus. Die IARU vertritt die Funkamateure weltweit bei den wichtigen ITU-Tagungen. Ein Fall aus Zentralamerika zeigt die Bedeutung dieser Arbeit. Dort wollte eine Behörde die Lizenzgebühr auf 500 US-Dollar erhöhen. Die IARU schritt ein und klärte die Behörde auf. Die Gebühr wurde stark gesenkt. Für Jugendliche wurde sie sogar komplett gestrichen.
Auf der Weltfunkkonferenz 2023 kämpften rund 20 ehrenamtliche Experten für unsere Frequenzen. Sie arbeiteten vier Wochen lang intensiv in den Regierungsdelegationen mit. Doch Tim Ellam warnt vor einem kommenden Problem. Nach der Konferenz 2027 gehen viele erfahrene Experten in den Ruhestand. Es werden dringend junge Nachfolger für diese wichtige Frequenzdiplomatie gesucht. Nationale Verbände wie der DARC arbeiten eng mit Behörden wie der Bundesnetzagentur zusammen. Christian Entsfellner nennt das aktives Frequenzmanagement statt reiner Verteidigung. Bob Beebe bringt es deutlich auf den Punkt. Der Schutz der Frequenzen ist der wichtigste Grund für eine Verbandsmitgliedschaft. Nur mit vielen Mitgliedern haben Verbände wie DARC oder RSGB eine starke Stimme.
Der Mensch steht immer im Mittelpunkt Die Zukunft des Amateurfunks verbindet moderne Software mit großer Experimentierfreude. Doch trotz aller High-Tech-Entwicklungen bleibt der Kern des Hobbys gleich. Tim Ellam betont diesen Punkt zum Abschluss besonders. Im Zentrum steht immer der Mensch. Der Amateurfunk ist ein weltweites Netzwerk. Er verbindet Menschen aller Kulturen durch eine gemeinsame Leidenschaft. Das Interview in englischer Sprache findet ihr auf dem YouTube-Kanal des RSGB über den Link: https://t1p.de/srv29
Am Samstag, dem 14. November, findet im Hotel Stadt Baunatal, Wilhelmshöher Str. 5 in 34225 Baunatal die Mitgliederversammlung des DARC e.V. statt. Der Tag beginnt um 9 Uhr mit einer offenen Diskussionsrunde für DARC-Mitglieder, in der bis etwa 10:30 Uhr ein Meinungsbild zu den vorliegenden Anträgen erarbeitet wird. Im Anschluss beginnt um 11 Uhr die eigentliche Mitgliederversammlung, die bis ungefähr 18 Uhr fortgeführt wird und ebenfalls öffentlich für alle DARC-Mitglieder ist.
Die Unterlagen zur Versammlung nebst Tagesordnung und der vorliegenden Anträge sind unter https://www.darc.de/der-club/vo-ar/ar/ abrufbar (vorheriger Login als Mitglied erforderlich).
Der im September 2026 von Funkamateuren aus Deutschland, Lettland, dem Vereinigten Königreich und den USA gegründete Dog Day Telegraphy Club veranstaltet vier Mal im Jahr die „Open mechanical key activity“. Die einstündige Aktivität findet jeweils am ersten Freitag im Monat – in Kürze am 6. November – abends im 80-m-Band statt. Eingeladen sind alle Telegrafisten mit mechanischen Tasten, also Handtasten, Schlackertasten (Bugs) oder Cooties. Elektronische Tasten oder Computertasten sind nicht erwünscht! Es geht darum, den Sound mechanischer Tasten aufleben zu lassen.
Frequenzen sind 3520 bis 3560 kHz, wobei auf QRP-Op bitte Rücksicht genommen werden sollte. Ausgetauscht werden RST (bitte ehrlich und nicht immer 599), Alter des Op und Typ der Taste. Typ ist „S“ für Handtaste („Straight key“), „B“ für Schlackertaste („Bug“) und „C“ für Cootie. Anruf ist „CQ MK“. Gewertet wird die Summe der Altersangaben aller QSO-Partner. Dubletten sollen im Log bleiben, sie werden von Amts wegen gestrichen und führen nicht zu einer Abwertung. Die vollständige Ausschreibung findet sich auf der Hompage des Clubs: https://dogdaytelegraphy.org/mechanical-key/. Die nächsten Termine sind: 4. Dezember 2026 18:00 UTC; 5. Februar 2027 18:00 UTC; 7. Mai 2027 19:00 UTC; 1. Oktober 2027 18:00 UTC; 3. Dezember 2027 18 Uhr UTC. Anfragen in englischer Sprache sendet man an info(at)dogdaytelegraphy.org, Anfragen in deutscher oder englischer Sprache an df4wx(at)darc.de. Darüber berichtet Michael Straub, DF4WX.
Gute Nachrichten für alle an Funkwetter und Ausbreitungsbedingungen Interessierten: DK0WCY nutzt ab sofort neue, hochwertige Datenquellen für wichtige Sonnenaktivitätsparameter. Die Sonnenfleckenrelativzahl wird nun von SILSO (Sunspot Index and Long-term Solar Observations) in Belgien bezogen. Mit der EISN (Estimated International Sunspot Number) steht eine international abgestimmte Kennzahl zur Verfügung, die die Beobachtungen zahlreicher Sonnenobservatorien weltweit zusammenführt und damit eine besonders belastbare Grundlage bietet. ▶️
Auch der solare Flux wird künftig direkt von der offiziellen Quelle, dem Dominion Radio Astrophysical Observatory (DRAO) in Kanada, übernommen. Zusätzlich erfolgt die Darstellung nun mit einer Nachkommastelle, was eine noch präzisere Wiedergabe ermöglicht.
Ab dem 4. November werden diese Verbesserungen ebenfalls im täglichen Funkwetterbericht (FunkWX) umgesetzt. Damit stehen Funkamateuren und Kurzwelleninteressierten noch genauere und wissenschaftlich fundierte Informationen für die Beurteilung der Ausbreitungsbedingungen zur Verfügung.
Vortrag: Antennen anpassen mit PASAN: Smith-Diagramm anschaulich nutzenLink zu dieser Meldung
Am 4. November findet auf dem Treff.DARC der Vortrag „Antennen anpassen mit PASAN: Smith-Diagramm anschaulich nutzen“ statt. Beginn ist um 19 Uhr. Weitere Informationen nebst dem Teilnahmelink finden Sie auf treff.darc.de .
Vom 19. bis 23. Dezember 2026 findet das nächste YOTA (Youngsters On The Air) Subregional Camp im Euro Space Center in Transinne (Belgien) statt – und du könntest dabei sein! Organisiert wird das Camp von der belgischen Amateurfunkvereinigung UBA. Insgesamt werden 25 junge Funkamateure aus Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich und Großbritannien zusammenkommen, um fünf spannende Tage rund um den Amateurfunk zu erleben.
Dich erwarten:
Internationale Begegnungen und neue Freundschaften
Spannende Amateurfunk-Aktivitäten
Workshops, Technik und gemeinsames Lernen
Erfahrungsaustausch mit jungen Funkamateuren aus anderen Ländern
Ein abwechslungsreiches Programm an einem außergewöhnlichen Veranstaltungsort
Wir suchen das deutsche YOTA-Team!
Für Deutschland stehen dem DARC insgesamt 3 Plätze zur Verfügung:
1 Teamlead: mindestens 18 Jahre, maximal 25 Jahre
2 Teilnehmende: 15 bis 25 Jahre
Der DARC stellt das deutsche Team zusammen und meldet die ausgewählten Personen offiziell beim Veranstalter an. Die Auswahl erfolgt durch das AJW-DL-Referat.
So kannst du dich bewerben:
Wenn du Interesse hast, schicke uns eine E-Mail mit einigen Informationen über dich. Erzähle uns beispielsweise, welche Erfahrungen du bereits im Amateurfunk gesammelt hast, was dich besonders interessiert und warum du gerne beim YOTA Camp dabei sein möchtest.
Bitte gib auch dein Alter, dein Rufzeichen (falls vorhanden) und an, ob du dich als Teamlead oder als Teilnehmer bewirbst. Bitte gebe auch eine Telefonnummer an, wo wir dich ggf. bei Rückfragen erreichen können.
Deine Bewerbung muss bis spätestens 10. November 2026 per E-Mail bei uns eingehen:
Da die Plätze für Deutschland auf drei Personen begrenzt sind, müssen wir gegebenenfalls unter den Bewerbungen auswählen. Idealerweise möchten wir auch jungen Funkamateuren eine Chance geben, die bisher noch nicht an einem internationalen YOTA Camp teilgenommen haben. Eine erneute Teilnahme ist selbstverständlich nicht ausgeschlossen.
Teilnahme und Kosten
Dank der Unterstützung durch Sponsoren beträgt die Teilnahmegebühr lediglich 35 Euro für fünf Tage und vier Übernachtungen. Hinzu kommen die individuellen Anreisekosten, die du als Teilnehmer selbst tragen musst.
Weitere Informationen
Alle Informationen zum Camp findest du auf der offiziellen Veranstaltungsseite:
Wichtig: Die Bewerbung für das deutsche Team erfolgt ausschließlich über das AJW-Referat des DARC. Bitte melde dich nicht eigenständig über das belgische Anmeldeformular an.
Wir freuen uns auf deine Bewerbung und darauf, gemeinsam mit euch ein engagiertes deutsches Team nach Belgien zu schicken!
Bei Fragen kannst du dich jederzeit gerne an uns wenden.
Darüber informiert Florian Schmid, DL1FLO, vom DARC AJW-Referat.
Für die drei Türme in Beidler in Luxemburg (JN39DR) herrscht nun Gewissheit: Sie werden am Freitag, dem 6. November, gegen 15 Uhr gesprengt. Die Firma Liesegang aus Hürth (D) wird die Sprengladungen zünden, die notwendigen Vorbereitungen hierfür laufen bereits. Die drei Sendemasten in Beidler gehören zum Broadcasting Center Europe (BCE), einer Tochtergesellschaft der RTL Groupe. Von 1972 bis zum 2. Januar 2023 (1 Uhr) sendeten sie Langwellenprogramme mit dem französischsprachigen Radioprogramm von RTL nach Frankreich.
In diesem Jahr jährt sich die Entdeckung des nach Georg Simon Ohm benannten Zusammenhangs zwischen Strom, Spannung und Widerstand zum 200. Mal. Bereits 1826 veröffentlichte Ohm die grundlegenden Ergebnisse seiner Untersuchungen, die er 1827 in seinem Hauptwerk 'Die galvanische Kette, mathematisch bearbeitet' ausführlich darlegte. Das heute nach ihm benannte Ohmsche Gesetz beschreibt die Beziehung dieser Größen mit der bekannten Formel U = R · I und zählt zu den wichtigsten Naturgesetzen der Elektrotechnik. ▶️
Was heute in wenigen Sekunden vermittelt werden kann, war zu Ohms Zeiten eine wissenschaftliche Pionierleistung. Ohm gelang es erstmals, elektrische Vorgänge quantitativ zu beschreiben und berechenbar zu machen. Seine Arbeit legte damit einen Grundstein für die Entwicklung der Elektrotechnik, der Nachrichtentechnik und letztlich auch der modernen Informationsgesellschaft.
Für Funkamateure gehört das Ohmsche Gesetz zum täglichen Handwerkszeug. Ob bei der Berechnung von Spannungen und Strömen in Sendern, Netzteilen und Antennenanlagen, bei der Fehlersuche oder beim Verständnis elektronischer Schaltungen: Die von Georg Simon Ohm erkannten Zusammenhänge sind aus dem Amateurfunk nicht wegzudenken.
Obwohl das Gesetz zunächst auf Skepsis stieß, wurde seine Bedeutung später weltweit anerkannt. Heute tragen die internationale Einheit des elektrischen Widerstands, das Ohm mit dem Einheitenzeichen Ω, sowie zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen und Auszeichnungen seinen Namen.
Das Jubiläumsjahr 2026 erinnert an eine Entdeckung, die weit über die Physik hinauswirkt und auch nach zwei Jahrhunderten nichts von ihrer Bedeutung verloren hat. 200 Jahre nach der Veröffentlichung des Ohmschen Gesetzes bleibt Georg Simon Ohms Werk eine unverzichtbare Grundlage für Forschung, Technik und den Amateurfunk.
Bild: Gemälde des Physikers Georg Simon Ohm (Bayerische Akademie der Wissenschaften; gemeinfrei, Ausschnitt)
Aktuell drückt der schnelle Sonnenwind von rund 500 km/s die maximal nutzbaren Frequenzen deutlich nach unten: Lag die MUF für eine Sprungdistanz von 3000 km am Standort Dourbes in Belgien gestern Morgen um 0705 UTC noch bei etwa 20 MHz, wurden heute zur gleichen Zeit nur noch rund 13 MHz gemessen. Doch was genau steckt hinter den häufig verwendeten Begriffen foF2 und MUF? Worin unterscheiden sich beide Kenngrößen, welche Aussagekraft haben sie für die Kurzwellenausbreitung und welche davon ist für Funkamateure im praktischen Betrieb besonders relevant? ▶️
Die foF2 ist die sogenannte Senkrechtfrequenz, also die höchste Frequenz, die bei senkrechter Abstrahlung zur Ionosphäre noch von der F2-Schicht zur Erde zurückgebrochen wird. Vereinfacht gesagt beschreibt sie die maximale nutzbare Frequenz für eine Sprungdistanz von praktisch 0 km.
Wird dagegen von der MUF gesprochen, ist meist die MUF(3000)F2 gemeint, oft auch kurz als MUF3000 bezeichnet. Sie beschreibt die maximale nutzbare Frequenz für eine Einzelsprungverbindung über 3000 km und ist damit deutlich praxisnäher für den DX-Verkehr. Der zugrunde liegende Elevationswinkel liegt bei typischen F2-Schichthöhen bei etwa 10° über dem Horizont. Grundsätzlich gilt: Je flacher der Abstrahlwinkel, desto größer die erreichbare Sprungdistanz.
Die MUF3000 wird häufig nicht direkt gemessen, sondern aus der foF2 berechnet. Dazu wird die foF2 mit einem Faktor multipliziert:
MUF(3000)F2 = foF2 × X
Dieser Faktor (X) liegt je nach Standort und ionosphärischen Bedingungen meist zwischen 2,5 und 4. Er berücksichtigt den Umstand, dass bei flacheren Einfalls- und Ausfallswinkeln deutlich höhere Frequenzen genutzt werden können als bei senkrechter Ausbreitung. Während die foF2 also vor allem ein Maß für die aktuelle Ionisierung der F2-Schicht ist, liefert die MUF3000 eine direkte Aussage darüber, welche oberen Kurzwellenbänder für Weitverkehrsverbindungen tatsächlich nutzbar sind.
Seit heute ist die EIBI-Liste für den Winter 2026/2027 veröffentlicht, eine von dem deutschen Kurzwellen-Enthusiasten Eike Bierwirth gepflegte Frequenzdatenbank, die weltweit von Kurzwellenhörern, DXern und Funkamateuren genutzt wird. Sie enthält aktuelle Informationen über Rundfunksender, Utility-Dienste und andere Aussendungen im Kurzwellenbereich und wird regelmäßig an die jeweiligen Sendepläne der Sommer- und Wintersaison angepasst. Für jede Aussendung sind unter anderem Frequenz, Sendezeiten in UTC, Wochentage, Sprache, Zielgebiet, Sendername und häufig auch der Sendeort aufgeführt. ▶️
Die EiBi-Liste hilft vor allem dabei, unbekannte Signale zu identifizieren. Wer beim Abstimmen über die Kurzwellenbänder auf eine Station stößt, kann Frequenz und Uhrzeit mit den Einträgen der Datenbank vergleichen und erhält oft sofort Hinweise darauf, welcher Sender oder Dienst aktiv ist. Dadurch ist die Liste nicht nur für den klassischen Rundfunk-DX interessant, sondern auch für die Beobachtung von Flugfunk, Seefunk, Zeitzeichensendern, Wetterdiensten und weiteren Funkdiensten außerhalb des Rundfunks.
Durch ihre hohe Aktualität und die sorgfältige Pflege gilt die EiBi-Liste heute als eine der wichtigsten Referenzquellen im internationalen Kurzwellen-DX. Viele Empfängerprogramme, SDR-Anwendungen und Online-Datenbanken nutzen sie als Grundlage oder bieten einen direkten Import der Frequenzdaten an. Für Funkamateure ist sie zudem eine wertvolle Hilfe, um Rundfunk- und andere Aussendungen in der Nähe der Amateurfunkbänder schnell zu erkennen und einzuordnen.
Die Halloween-Stürme des Jahres 2003 wird einigen Funkamateuren bis heute in Erinnerung geblieben sein. Weltraumwetter-Forscher betrachten sie als das bedeutendste Sonnensturmereignis der Satellitenära und als eines der stärksten seit dem berühmten Carrington-Ereignis von 1859. ▶️
Ende Oktober 2003 sorgte eine außergewöhnlich aktive Sonnenregion für eine Serie gewaltiger Sonneneruptionen und koronaler Massenauswürfe. Innerhalb weniger Tage wurden enorme Mengen elektrisch geladener Teilchen ins All geschleudert. Diese trafen die Erde und verursachten geomagnetische Stürme der höchsten NOAA-Kategorie G5 („Extreme“). Eine der Eruptionen gehörte zu den stärksten jemals gemessenen und wurde später auf etwa X45 geschätzt.
Besonders eindrucksvoll waren die Auswirkungen auf die Ionosphäre und damit auf den Funkverkehr. Während einige Kurzwellenbänder zeitweise nahezu unbrauchbar wurden, eröffneten sich auf anderen Frequenzen ungewöhnliche Ausbreitungswege. Funkamateure weltweit beobachteten starke Schwankungen der Ausbreitungsbedingungen, plötzliche Signaleinbrüche sowie außergewöhnliche DX-Möglichkeiten. Auch auf den VHF-Bändern sorgten die durch die Polarlichter verursachten Reflexionen für seltene Aurora-Verbindungen.
Für die breite Öffentlichkeit wurden die Ereignisse vor allem durch spektakuläre Polarlichter sichtbar. Diese waren nicht nur in Skandinavien, sondern auch über Mitteleuropa und in weiten Teilen Deutschlands mit bloßem Auge zu beobachten. Der Himmel leuchtete vielerorts in roten und grünen Farben und bot ein Naturschauspiel, das sonst nur in deutlich höheren Breiten zu sehen ist.
Die Folgen beschränkten sich jedoch nicht auf beeindruckende Himmelserscheinungen. Satelliten, Navigationssysteme und Funkdienste waren zeitweise beeinträchtigt, Flugrouten über die Polarregionen mussten angepasst werden, Astronauten auf der ISS suchten besser abgeschirmte Bereiche auf. Und in Teilen Schwedens kam es sogar zu Stromausfällen infolge geomagnetisch induzierter Ströme in den Energienetzen. Die Halloween-Stürme von 2003 gelten deshalb daher als eines der bedeutendsten Weltraumwetterereignisse der modernen Zeit.
Auch mehr als zwei Jahrzehnte später dienen die Halloween-Magnetstürme als wichtige Referenz für Forschung und Praxis. Sie zeigen eindrucksvoll, wie eng die Aktivität unserer Sonne mit dem Funkverkehr auf der Erde verknüpft ist und welche Auswirkungen extreme Weltraumwetterereignisse auf die technische Infrastruktur und die Amateurfunkkommunikation haben können. Für viele Funkamateure waren die Tage Ende Oktober 2003 eine seltene Gelegenheit, die Dynamik der Ionosphäre unmittelbar zu erleben und außergewöhnliche Ausbreitungsphänomene aus erster Hand zu beobachten.
Bild: Auf dieser Aufnahme vom 28. Oktober 2003 ist die riesige Sonnenfleckengruppe NOAA 10486 zu sehen, die für mehrere Extrem-Eruptionen verantwortlich war. Durch die Anordnung der Flecken erinnert die Sonnenscheibe an einen Halloween-Kürbis (Jack O'Lantern). Die Fleckengruppe war zeitweise mehr als zehnmal so groß wie die Erde und erzeugte die berühmten Halloween-Sonnenstürme von 2003.
Rund 40 interessierte Funkamateure aus dem gesamten Bundesgebiet nehmen vom 30. Oktober bis zum 1. November an einem Funktionsträgerseminar des DARC e. V. im Amateurfunkzentrum teil. Die Veranstaltung bildet den Abschluss des diesjährigen Seminarprogramms des Amateurfunkverbands mit hunderten Teilnehmern. Das DARC-Seminarzentrum in der Baunataler Lindenallee ist bereits seit 20 Jahren die Anlaufstelle für Funkamateure, die sich in ihrem Verein ehrenamtlich engagieren.
Die Funktionsträgerseminare, aufgeteilt in eine Veranstaltung für Ehrenamts-Neueinsteiger und eine für Fortgeschrittene, geben den Aktiven das Rüstzeug an die Hand, um die vielfältigen Aufgaben in den rund 1000 DARC-Ortsverbänden zu bewältigen. Die Themenbandbreite reicht von Rechts- und Verwaltungsfragen im Ehrenamt über Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, digitale Themen und Konfliktmanagement bis hin zum Freiwilligenmanagement und der Nachwuchsgewinnung. Ergänzt wird das Tagesprogramm durch abendliche Workshops und den obligatorischen Funkbetrieb im Turm des Amateurfunkzentrums.
Von hoher Bedeutung bei den Seminaren ist nicht nur die reine Wissensvermittlung: „Wir legen starken Wert auf den intensiven Austausch aller Beteiligten. Die Erfahrungen unserer ehrenamtlich tätigen Mitglieder können anderen Anregung und Hilfe sein, und unseren Fachreferenten helfen sie, inhaltlich stets am Puls der Zeit zu sein“, so DARC-Pressesprecherin Stephanie C. Heine. Auch im Jahr 2027 wird das Baunataler Seminarprogramm des DARC im gewohnten Umfang fortgesetzt. An vier Terminen (5.–7.3., 9.–11.4., 27.–29.9., 29.–31.10.) erhalten je eine Seminargruppe von Einsteigern und Fortgeschrittenen tiefe Einblicke in die Ehrenamtswelt des Amateurfunks.
Europa könnte vor einem neuen Flaschenhals in der Elektronikindustrie stehen, weil Leiterplatten knapp werden. Darüber berichtet heise.de. Hauptgrund ist die starke Abhängigkeit von asiatischen Produzenten, die gleichzeitig durch den KI-Boom immer stärker ausgelastet sind. Zusätzlichen Druck verursachen Engpässe bei wichtigen Materialien sowie Probleme in internationalen Lieferketten. Branchenverbände warnen vor ähnlichen Versorgungsproblemen wie während der Chipkrise 2020/2021. (Foto: Markus Erichsen / Pexels) |
Wissenschaftliche Community würdigt Lebensleistung von Ulrich L. Rohde, DJ2LR/N1ULLink zu dieser Meldung
Zwei aktuelle Auszeichnung würdigen die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen des Forschers und Unternehmers Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h. c. mult. Ulrich L. Rohde, DJ2LR/N1UL: die Medaille Bene merenti der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie die Distinguished Affiliate Professorship der Technischen Universität München (TUM).
Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h. c. mult. Ulrich L. Rohde (86) wurde jetzt mit der Medaille Bene merenti in Gold durch die Bayerische Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet. Damit ist der gebürtige Münchner, der heute in den USA lebt, erst die dritte Persönlichkeit, die in den vergangenen 45 Jahren diese Ehrung durch die Gelehrtengemeinschaft erhalten hat. Die Medaille ehrt Persönlichkeiten, die sich um die Akademie in herausragender Weise verdient gemacht haben. Als interdisziplinäre Plattform wisse die angesehene Institution die Arbeit und Wirkung ihres Ehrenmitglieds zu schätzen, was sie mit der Verleihung des Titels nun öffentlich mache, sagte deren Präsident Prof. Dr. Markus Schwaiger.
Einen „Brückenbauer zwischen Bayern und der Welt“ nannte Prof. Dr. sc. techn. Gerhard Kramer, Mitglied der Akademie, in seiner Laudatio Ulrich L. Rohde. Er verkörpere „die Verbindung zwischen Forscher und Förderer“ und sei schon für die personifizierte Verbindung aus großen Entdeckungen und Lebenswerk ein würdiger Empfänger der Medaille. „Er vereint die deutsche Ingenieurstradition mit einer internationalen Perspektive – nicht als abstraktes Ideal, sondern als Lebensweise, die sich in seiner eigenen Biografie widerspiegelt“, so Kramer.
In einem Festakt auf dem Campus der TU in Garching erhielt Ulrich L. Rohde darüber hinaus die Distinguished Affiliate Professorship der Hochschule. Er ist damit Vollmitglied des Lehrkörpers der Hochschule, einschließlich Promotionsrecht. Der ganzheitliche Ansatz, der die Arbeit Rohdes prägt, so Prof. Dr. Hans-Joachim Bungartz, Dekan der TUM School of Computation, Information and Technology der TUM, zeige sich nicht nur in seinen zahlreichen Publikationen, sondern auch am Firmenportfolio des Unternehmens Rohde & Schwarz, dem er als Miteigentümer Impulse liefere.
Laudator Prof. Dr.-Ing. Thomas Eibert, Inhaber des Lehrstuhls für Hochfrequenztechnik an der TUM, sagte, dass Rohde weit über seinen ursprünglichen forscherischen Schwerpunkt „Antenne“ und „Funk Frontend“ Akzente gesetzt und Unternehmen entwickelt, die bis heute ihre Spuren am Markt hinterlassen. Mit Lehrtätigkeiten in Deutschland, den USA, Rumänien und Indien wirke zudem seine Kompetenz auf globaler Ebene; die Berufung zum Visiting Scientist ans Massachusetts Institute of Technology (MIT) 2025 habe das Arbeitsfeld noch einmal bedeutend erweitert. Der Präsident der TUM, Prof. Dr. Thomas F. Hofmann, würdigte die Wirkung Rohdes auf künftige Forschergenerationen: Über Rohdes Lehrbücher, die als Standard gelten, würden diese mit umfassendem Grundlagenwissen versorgt. „Sie haben eine tiefe Handschrift in der Wissenschaft hinterlassen“, stellte er fest. „Damit wird Ihr Pioneering Spirit weitergegeben.“
Bei der Verleihung war hoher Besuch aus dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) anwesend: Philip J. Erickson W1PJE, Director MIT Haystock Obervatory, und Prof. Tomas Palacios, Director Microsystems Technology Laboratories (MTL) am MIT.
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs, Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 43 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 44. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- ERMINAZ-2U und -2V erhalten OSCAR-Nummern - Weiteres Erde-Venus-Erde-Experiment geglückt - 5000. Benutzeranmeldung im Wavelog@DARC - DX-Wertung und Most-Wanted 2026 - Aufruf zum Logupload - Technikvorträge auf dem DARC.Treff - DARC-Mitgliederversammlung am 14. November - Funkbetriebliches - Aktuelle Conteste und - Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
ERMINAZ-2U und -2V erhalten OSCAR-Nummern Am 1. Oktober 2026 wurden die drei von der AMSAT-DL entwickelten PocketQube-Satelliten ERMINAZ-2U, ERMINAZ-2V und ERMINAZ-2X von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien gestartet. ERMINAZ-2U und -2V sind erfolgreich in Betrieb und verfügen unter anderem über SSDV- und Digipeater-Nutzlasten. ERMINAZ-2X konnte dagegen bislang nicht empfangen werden. Auf Antrag der AMSAT-DL erhielten die beiden aktiven Satelliten nun die OSCAR-Bezeichnungen AMSAT-OSCAR 129 (AO-129) für ERMINAZ-2U und AMSAT-OSCAR 130 (AO-130) für ERMINAZ-2V. Die Abkürzung OSCAR steht für "Orbiting Satellite Carrying Amateur Radio". Diese Bezeichnung hat im Amateurfunk eine lange Tradition: Der erste Amateurfunksatellit OSCAR 1 wurde bereits am 12. Dezember 1961 gestartet. Seitdem ist es üblich, Amateurfunksatelliten nach erfolgreichem Erreichen des Orbits eine OSCAR-Bezeichnung zu verleihen. Die Vergabe und Nummerierung wird heute von der AMSAT verwaltet. Mit AO-129 und AO-130 wird damit eine Tradition fortgeführt, die bis in die Anfangsjahre der Raumfahrt zurückreicht und erfolgreiche Amateurfunksatelliten aus aller Welt unter dem gemeinsamen Namen OSCAR verbindet.
Weiteres Erde-Venus-Erde-Experiment geglückt Am 17. und 18. Oktober sendete das Radioteleskop von Dwingeloo Signale in Richtung des Planeten Venus. Die von der Venus reflektierten Signale wurden vom Astropeiler Stockert empfangen. Die Signale legten von Dwingeloo zur Venus etwa 42 Millionen Kilometer zurück und etwa die gleiche Strecke zurück nach Stockert - eine Hin- und Rückreise von fast fünf Minuten. Aus den Echos konnte erfolgreich die zehnstellige Nachricht "VENUS ECHO" entschlüsselt werden. Das Senden eines Signals zur Venus und der Empfang des Echos wurde zuvor nur zweimal von Funkamateuren vorgenommen: 2009 von AMSAT-DL und 2025 von demselben Team wie in diesem Jahr. Im Vergleich zu 2025 wurde mehr als nur ein CW-Ton gesendet. Die erfolgreich empfangene Nachricht wurde in Zusammenarbeit mit dem Open Research Institute (ORI) in einer speziell entwickelten Wellenform (M-FSK) moduliert. Zu ihrer Decodierung war eine Mittelwertbildung über etwa 40 Minuten der empfangenen Echos erforderlich. Zu den weiteren gesendeten Signalen gehörten Slow-CW und Zadoff-Chu-Sequenzen. Ihre Echos konnten aus den Aufzeichnungen nicht wiederhergestellt werden. Ein erfolgreiches EVE-Experiment kann nur um die untere Konjunktion der Venus herum stattfinden, wenn sie der Erde am nächsten ist.
5000. Benutzeranmeldung im Wavelog@DARC "Am Montag, den 26. Oktober haben wir die 5000er Benutzermarke in Wavelog@DARC überschritten", freut sich DARC-Vorstandsmitglied Ronny Jerke, DG2RON, über die anhaltend große Resonanz. "Die zehnjährige Laura, DN9YLL, die am letzten Schultag vor den Sommerferien erfolgreich die Prüfung abgelegt hatte, hat sich heute bei Wavelog angemeldet. Die Wahl fiel ihr leicht, da Papa Daniel, DJ2DD, seit über einem Jahr Wavelog benutzt und sehr begeistert ist", berichtet DG2RON. DN9YLL freut sich besonders über die Tatsache, dass es in der DARC-Mitgliedschaft inklusive ist, die einfache Bedienung, tolle Übersichten - Zitat "am Besten gefällt mir die Globus-Ansicht" -, weiterhin schnell erstellte Diplom-Auswertungen und den integrierten Contest-Kalender, der einem das Suchen auf externen Webseiten erspart. Es sei das "das Schweizer Taschenmesser zum Loggen", zitiert DG2RON Laura und ihren Papa. Darüber berichtet Ronny Jerke, DG2RON und bedankt sich beim Wavelog-Entwicklerteam, im einzelnen DF2ET, DJ7NT, HB9HIL und LA8AJA, sowie dem Support- und Betriebsteam für Wavelog@DARC, bestehend aus DO8MKR, DG0TM und DG9VH.
DX-Wertung und Most-Wanted 2026 - Aufruf zum Logupload Das DARC-DX-Referat arbeitet in der laufenden DX-Wertung und Most-Wanted-Liste erneut eng mit der German DX Foundation (GDXF) zusammen. Beide Organisationen pflegen seit vielen Jahren eine bewährte Kooperation zur Erfassung und Auswertung der Länderstände deutscher Funkamateure. Alle Funkamateure können ihre ADIF-Logs für das Jahr 2026 bequem bis Mitte Januar hochladen. Dies soll die Erstellung einer noch präziseren, auf Deutschland zentrierten Länderstandsauswertung ermöglichen. Die GDXF nutzt die daraus entstehende Liste als Grundlage für ihre weltweite Fördervergabe an DXpeditionen - eine echte Win-Win-Situation für die gesamte deutsche DX-Community. Die German DX Foundation (GDXF) wurde 1996 gegründet, um Kurzwellen-DX-Aktivitäten auf allen Bändern und in allen Sendearten zu unterstützen. Diese Förderung erfolgt durch finanzielle, personelle, instrumentale und logistische Hilfen. Weitere Infos gibt es online [1]. Darüber berichten das DARC-Vorstandsmitglied Ronny Jerke, DG2RON, und Philipp Springer, DK6SP, Präsident der German DX Foundation.
Technikvorträge auf dem DARC.Treff Am Mittwoch, den 4. November findet um 19 Uhr der Online-Vortrag "Antennen anpassen mit PASAN: Smith-Diagramm anschaulich nutzen" auf dem Treff.DARC statt [2]. Im Vortrag wird die kostenlose, frei im Internet verfügbare Software PASAN live von Wolfgang, DK2FQ, vorgestellt. Sie ist einfach zu bedienen und eignet sich gut, um Zusammenhänge verständlich zu demonstrieren. Am 9. November schließt sich der Vortrag "Stehwelle - ein Gütekriterium" um 19:30 Uhr an. Wer Antennen selber baut, häufig seinen Standort wechselt oder nur einmal seinen Antennenaufbau kontrollieren will, kommt um eine Kontrolle der Stehwelle nicht vorbei. Doch welche Aussage kann man aus der Stehwelle ableiten? Ist es ein Gütekriterium? Oder nur Augenwischerei? Wobei kann mir die Messung der Stehwelle helfen? Dies und mehr gibt es im Vortrag von Mathias Dahlke, DJ9MD.
DARC-Mitgliederversammlung am 14. November Am Samstag, dem 14. November, findet im Hotel Stadt Baunatal, Wilhelmshöher Str. 5 in 34225 Baunatal die Mitgliederversammlung des DARC e.V. statt. Der Tag beginnt um 9 Uhr mit einer offenen Diskussionsrunde für DARC-Mitglieder, in der bis etwa 10:30 Uhr ein Meinungsbild zu den vorliegenden Anträgen erarbeitet wird. Im Anschluss beginnt um 11 Uhr die eigentliche Mitgliederversammlung, die bis ungefähr 18 Uhr fortgeführt wird und ebenfalls öffentlich für alle DARC-Mitglieder ist. Die Unterlagen zur Versammlung nebst Tagesordnung und der vorliegenden Anträge sind auf der DARC-Webseite abrufbar [3].
Funkbetriebliches Vom 6. bis 8. November ist die spanische Sonderstation EG1PR im Rahmen der Veranstaltung PRESURA in Burgos aktiv. Hinter dem Diplom "Radio für die Wiederbelebung ländlicher Räume" steht ein gesellschaftliches Anliegen: Viele spanische Dörfer verlieren Einwohner, junge Menschen und wichtige Dienstleistungen. Mit dem Amateurfunk sollen diese Orte hörbar gemacht werden. Diplomregeln einschließlich aktivierter Bänder, Betriebsarten und Teilnahmebedingungen sind auf der EG1PR-Seite bei QRZ.com veröffentlicht [4]. Darüber berichtet EA1IIF.
Aktuelle Conteste 31. Oktober bis 1. November: Russian Multi Mode Contest und UKEI DX Contest 1. November: Silent Key Memorial Contest, Holzhammer Contest und HSC CW-Contest 7. November: 50. IPA Radio Club Contest 7. bis 8. November: IARU-Region 1 Marconi Contest VHF 8. November: 50. IPA Radio Club Contest und FIRAC HF-Contest Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 11/26 auf S. 68.
Der Funkwetterbericht vom 28. Oktober, erstellt von Tom Kamp, DF5JL Zunächst der Rückblick für den Zeitraum 21. bis 28. Oktober: Die Sonnenaktivität zeigte sich in den vergangenen Tagen überwiegend ruhig bis mäßig. Der solare Flux bewegte sich absteigend zwischen etwa 115 und 90 Einheiten, nachdem zu Beginn des Monats noch höhere Werte beobachtet worden waren. Die geomagnetische Aktivität war meist gering, lediglich vom 21. bis 23. Oktober wurden zeitweise erhöhte Werte bis Kp 5 registriert. Anschließend beruhigte sich das Erdmagnetfeld wieder deutlich. Der solare Flux liegt derzeit um die 90 Einheiten. Die Sonnenwindgeschwindigkeit erreicht mit rund 400 Kilometern pro Sekunde eher moderates Niveau. Insgesamt bleiben die Bedingungen für den Kurzwellenverkehr brauchbar bis günstig. Die MUF erreicht tagsüber in Mitteleuropa weiterhin Werte, die DX-Verbindungen auf 15 und 12 m ermöglichen; zeitweise öffnet auch das 10-m-Band.
Vorhersage bis zum 4. November Am Abend des 26. Oktober wurde eine Filamenteruption beobachtet, vorläufige Analysen deuten darauf hin, dass am frühen Samstagmorgen deren Teilchenwolke die Erde streifen könnte. Die vorhergesagten Höchstwerte der geomagnetischen Aktivität betragen daher zum Wochenendbeginn Kp 4-5, ansonsten für die kommenden Tage 2-3, also überwiegend stabile Verhältnisse. Der solare Flux wird im Bereich zwischen 80 und 90 Einheiten liegen. Somit dürften die unteren Bänder 80 und 40 m in den Nacht- und Morgenstunden zuverlässig öffnen, während die oberen Kurzwellenbänder tagsüber weiterhin gute DX-Chancen bieten. Besonders 15 m dürfte sich als das derzeit konstanteste DX-Band erweisen.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
Am 1. Oktober 2026 wurden die drei von der AMSAT-DL entwickelten PocketQube-Satelliten ERMINAZ-2U, ERMINAZ-2V und ERMINAZ-2X von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien gestartet. ERMINAZ-2U und -2V sind erfolgreich in Betrieb und verfügen unter anderem über SSDV- und Digipeater-Nutzlasten. ERMINAZ-2X konnte dagegen bislang nicht empfangen werden. Auf Antrag der AMSAT-DL erhielten die beiden aktiven Satelliten nun die OSCAR-Bezeichnungen AMSAT-OSCAR 129 (AO-129) für ERMINAZ-2U und AMSAT-OSCAR 130 (AO-130) für ERMINAZ-2V.
Die Abkürzung OSCAR steht für„Orbiting Satellite Carrying Amateur Radio“. Diese Bezeichnung hat im Amateurfunk eine lange Tradition: Der erste Amateurfunksatellit OSCAR 1 wurde bereits am 12. Dezember 1961 gestartet. Seitdem ist es üblich, Amateurfunksatelliten nach erfolgreichem Erreichen des Orbits eine OSCAR-Bezeichnung zu verleihen. Die Vergabe und Nummerierung wird heute von der AMSAT verwaltet.
Mit AO-129 und AO-130 wird damit eine Tradition fortgeführt, die bis in die Anfangsjahre der Raumfahrt zurückreicht und erfolgreiche Amateurfunksatelliten aus aller Welt unter dem gemeinsamen Namen OSCAR verbindet.
Am 29. Oktober findet auf dem Treff.DARC der Vortrag „Antennensimulation mit 4nec2“ statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Weitere Informationen nebst dem Teilnahmelink finden Sie auf treff.darc.de . Der Inhalt umfasst Download und Installation von 4nec2, erste Schritte am Beispiel Dipol, Ergebnisauswertung, Modellierung und Simulation weiterer Antennentypen. Abschließend werden von Hubert, DK3RU, verlustbehaftete Materialien, Bodeneinfluss, Anpassnetzwerke und Optimierung behandelt.
Der Amateurfunk-DevRoom auf der FOSDEM 2027 in Brüssel bringt Menschen zusammen, die freie und quelloffene Funksoftware und -hardware entwickeln, nutzen und analysieren: SDR-Entwickler, Funkamateure und Satellitenforscher. Wenn Sie etwas gebaut, gemessen oder Reverse Engineering betrieben haben, das mit dem Medium Funk zu tun hat, möchten die Veranstalter davon erfahren. Gesucht werden Vorträge, die die „Black Box“ öffnen. Wie funktioniert die Wellenform, wie habt ihr sie entschlüsselt und was habt ihr damit gebaut?
Mögliche Themen: Neue Entwicklungen bei Amateurfunkmodi, Software-Tools für Funkamateure, freie und offene Funkhardware, Satellitenkommunikationssysteme: Open-Source-Modems, Wellenformen und Protokollstacks, Bodenstationssoftware und Netzwerke, LEO-Konstellationen aus der Perspektive des Bodens: Signalerfassung, Analyse und Reverse Engineering von Downlinks Gelegenheitssignale: Nutzung von Satellitensignalen für Zwecke, für die sie nie konzipiert wurden (Positionsbestimmung und Zeitmessung, passives Radar, Reflektometrie, Erfassung von Ionosphären- und Ausbreitungsdaten), Kreative Wiederverwendung von Weltraum- und Bodeninfrastruktur: Amateurfunk-Transponder, umfunktionierte Endgeräte und Antennen aus dem Verbraucherbereich, kostengünstige Empfangsketten VLF-Systeme, Radioastronomie, Ausbreitungsüberwachung Unterhaltsame Funk-Hacks Reichen Sie Ihren Vorschlag unter https://pretalx.fosdem.org/fosdem-2027/cfp ein: Wählen Sie „Submit a proposal“ und dann den Track Amateur-Radio aus. Einreichungsfrist: 23.11.2026. Benachrichtigung über die Annahme erfolgt am 1. Dezember. Das Programm wird eine Woche später veröffentlicht. Der Devroom-Termin ist Sonntag, 31. Januar 2027 vormittags, in Brüssel (Belgien). Für einen Kurzvortrag steht ein 25-minütiger Zeitblock, einschließlich 5 Minuten für Fragen und Antworten zur Verfügung.
Die FOSDEM ist eine technische Community-Konferenz. Die Veranstalter möchten sehen, wie Ihr Projekt funktioniert, welche Herausforderungen es gab und was Sie daraus gelernt haben. Live-Demos und Prototypen sind neben Folien sehr willkommen. Präsentationen im Marketing-Stil werden nicht akzeptiert, und die Vorträge müssen sich auf freie und Open-Source-Software oder Open-Hardware beziehen. Alle Vorträge werden aufgezeichnet und live gestreamt. Mit der Einreichung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Vortrag unter derselben Lizenz wie alle FOSDEM-Inhalte (CC BY) veröffentlicht wird. Der endgültige Zeitplan wird auf der FOSDEM-Webseite veröffentlicht. Alle Zeiten sind in Brüsseler Ortszeit (MEZ, UTC+1) angegeben. Kontakt & Fragen: opensource(at)iaru-r1.org. Darüber berichten Bastien, ON4BCY, und Marc, HB9SSB, Koordinator für Open-Source-Projekte der IARU-Region 1.
Am Montag den 26.10.2026 haben wir die 5000er Benutzermarke in Wavelog@DARC überschritten.
DARC Vorstandsmitglied Ronny Jerke, DG2RON, zeigt sich sehr erfreut über die anhaltend große Resonanz. Normalerweise berichten wir an dieser Stelle über Neuerungen und Verbesserungen, welche regelmäßig eingespielt werden und Wavelog noch besser machen. Heute nutzen wir die Gelegenheit, um über die 5000. Anmeldung zu berichten. Die zehnjährige Laura, DN9YLL, die am letzten Schultag vor den Sommerferien erfolgreich die Prüfung abgelegt hatte, hat sich heute bei Wavelog angemeldet. Die Wahl fiel ihr leicht, da Papa Daniel, DJ2DD, seit über einem Jahr Wavelog benutzt und sehr begeistert ist.
Sie freut sich über:
die Tatsache, dass es in der DARC-Mitgliedschaft inklusive ist
einfache Bedienung
tolle Übersichten > "am Besten gefällt mir die Globus-Ansicht"
schnell erstellte Diplom-Auswertungen und
den integrierten Contest-Kalender, der einem das Suchen auf externen Webseiten erspart, sagt Daniel
Es ist "das Schweizer Taschenmesser zum Loggen", schwärmen Laura und ihr Papa.
Danke speziell an:
Das Wavelog-Entwicklerteam, im einzelnen DF2ET, DJ7NT, HB9HIL und LA8AJA.
Das Support- und Betriebsteam für Wavelog@DARC, bestehend aus DO8MKR, DG0TM und DG9VH.
Mit über 1.000 Besuchern, einer stets gut gefüllten Halle, einem bestens angenommenen Vortragsprogramm und einem vielfältig sortierten Funkmarkt fällt die Bilanz sehr positiv aus: Der 53. Dortmunder Amateurfunkmarkt – erstmals in Kamen ausgerichtet – war ein rundum gelungener Veranstaltungstag, der sowohl bei den Besuchern als auch bei den ideellen und kommerziellen Ausstellern für Zufriedenheit gesorgt haben dürfte.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem Veranstalter Dortmunder Amateurfunk Treffen DAT e. V., den Ausstellern – darunter zahlreiche professionelle Amateurfunkhändler – und natürlich den zahlreichen Besuchern, die diesen Amateurfunkmarkt zu einem solchen Erfolg gemacht haben. Auch den Referenten des Vortragsprogramms gilt dieser Dank: Sie präsentierten spannende Themen in gewohnt großer Amateurfunk-Bandbreite.
Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt: Die Begeisterung für den Amateurfunk lebt – und das gemeinsame Hobby verbindet Menschen über alle Altersgruppen und Entfernungen hinweg.
Am 17. und 18. Oktober 2026 sendete das Radioteleskop von Dwingeloo Signale in Richtung des Planeten Venus. Die von der Venus reflektierten Signale wurden vom Astropeiler Stockert empfangen. Die Signale legten von Dwingeloo zur Venus etwa 42 Millionen Kilometer zurück und etwa die gleiche Strecke zurück nach Stockert – eine Hin- und Rückreise von fast fünf Minuten. Aus den Echos konnte erfolgreich eine zehnstellige Nachricht entschlüsselt werden: „VENUS ECHO“.
Das Senden eines Signals zur Venus und der Empfang des Echos wurde zuvor nur zweimal von Funkamateuren vorgenommen: 2009 von AMSAT-DL und 2025 von demselben Team wie in diesem Jahr. Im Vergleich zu 2025 wurde mehr als nur ein CW-Ton gesendet. Die erfolgreich empfangene Nachricht wurde in Zusammenarbeit mit dem Open Research Institute (ORI) in einer speziell entwickelten Wellenform (M-FSK) moduliert. Zu ihrer Decodierung war eine Mittelwertbildung über etwa 40 Minuten der empfangenen Echos erforderlich. Zu den weiteren gesendeten Signalen gehörten Slow-CW und Zadoff-Chu-Sequenzen. Ihre Echos konnten aus den Aufzeichnungen nicht wiederhergestellt werden. Ein erfolgreiches EVE-Experiment kann nur um die untere Konjunktion der Venus herum stattfinden, wenn sie der Erde am nächsten ist. Weitere Informationen zum Radioteleskop Dwingeloo: https://www.camras.nl/en.
Im November 2026 dürften sich für Kurzwellenfunker sehr interessante Ausbreitungsbedingungen ergeben. Der Sonnenzyklus 25 befindet sich zwar bereits etwas hinter seinem Höhepunkt, die verbleibende Sonnenaktivität sollte jedoch weiterhin hoch genug sein, um die höheren Kurzwellenbänder regelmäßig zu öffnen. Gleichzeitig sorgen die im Herbst deutlich längeren Nächte für bessere Bedingungen auf den unteren Bändern. Diese Kombination macht den November traditionell zu einem der attraktivsten Monate für den weltweiten Funkverkehr. ▶️
Für einen Standort mittlerer Breite werden die oberen Bänder, insbesondere 10, 12 und 15 Meter, voraussichtlich noch häufig brauchbar sein. Auf 10 Meter sind weiterhin zahlreiche DX-Verbindungen nach Nord- und Südamerika, Afrika sowie zeitweise nach Asien und in den Pazifikraum zu erwarten. Die Bänder 12 und 15 Meter dürften sogar noch etwas zuverlässiger arbeiten und über viele Stunden hinweg stabile Verbindungen über große Entfernungen ermöglichen.
Das 20-m-Band bleibt voraussichtlich das universellste DX-Band. Tagsüber und oft auch bis in die Nacht hinein sollten Verbindungen in nahezu alle Weltregionen möglich sein. Ergänzt wird es durch 17 Meter, das bei guten Sonnenbedingungen häufig besonders ruhige und effiziente DX-Möglichkeiten bietet.
Auf den tieferen Frequenzen beginnt im November die eigentliche DX-Saison. Die längeren Dunkelheitsphasen reduzieren die Dämpfung in der Ionosphäre, sodass 40 Meter in den Abend- und Nachtstunden ausgezeichnete Reichweiten erreichen kann. Auch 80 Meter profitiert erheblich von den winterlichen Bedingungen und ermöglicht bei ruhiger geomagnetischer Lage regelmäßig transatlantische Verbindungen. Für Liebhaber des Topband-DX-Bands wird 160 Meter zunehmend interessant, da die langen Nächte die Voraussetzungen für weite Verbindungen deutlich verbessern.
Insgesamt spricht vieles dafür, dass der November 2026 einen seltenen Vorteil bietet: Während die oberen Bänder dank des noch aktiven Sonnenzyklus weiterhin oft geöffnet sein werden, erreichen gleichzeitig die unteren Bänder ihre saisonale Hochform. Dadurch stehen praktisch alle Amateurfunkbänder zwischen 160 und 10 Metern für interessante DX-Aktivitäten zur Verfügung.
Der wichtigste Unsicherheitsfaktor bleibt das Weltraumwetter. Stärkere koronale Massenauswürfe oder längere Phasen erhöhter geomagnetischer Aktivität können die Ausbreitung kurzfristig deutlich verschlechtern, insbesondere auf transpolaren Wegen und auf den höheren Frequenzen. In ruhigen geomagnetischen Phasen hingegen darf man im November 2026 auf außergewöhnlich gute DX-Möglichkeiten hoffen.
Für DX-orientierte Funkamateure ist zu erwarten, dass insbesondere die Wege nach Nordamerika, Südamerika und Afrika sehr zuverlässig funktionieren, während Japan, Australien und Neuseeland vorzugsweise über 15, 20 und 30 Meter in den Morgen- und Abendstunden gute Chancen bieten. November 2026 könnte damit einer der attraktivsten Funkmonate des gesamten Jahres werden.
Geschichte, Wandel und Kontinuität: 70 Jahre Rundspruch
Der Rundspruch ist im DARC e.V. eine feste Institution. Mit aktuellen Nachrichten aus dem Bereich des Amateurfunks ist es aber keine Rundfunksendung. Stattdessen freuen sich die Sprecher stets auf eine Empfangsbestätigung auf dem Band.
Technik
Im Praxistest: TM-D750E
Mit Blick auf die Software, die Ergonomie des Gerätes und auf den Digitalteil hat Hanno Vogels, DK3HV, das TM-D750E (der große Bruder des TH-D75) einen ersten Praxistest unterzogen. Fazit: solide! Den ausführlichen Gerätetest lesen Sie ab Seite 16.
Schrittmotoren!
Schrittmotoren bieten interessante Anwendungsmöglichkeiten. Durch ihre präzise Steuerung sind sie für zahlreiche Projekte im Amateurfunk von Interesse. Wie man sie ansteuert, worauf es dabei ankommt und wo die Fallstricke liegen, darüber informiert CQ DL Autor Matthias Frehner, HB9NMT, ab Seite 24.
Unsere Social-Media-Präsenz bietet dir einen direkten Draht zu allen wichtigen Informationen rund um den DARC: Vereinsnews, Event-Ankündigungen und spannende Einblicke in unsere Aktivitäten.
Egal, ob du dich über bevorstehende Veranstaltungen informieren, interessante Diskussionen führen oder einfach einen Blick hinter die Kulissen werfen möchtest – auf unseren Kanälen ist für jeden etwas dabei.
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