Allgemeines

Wir sind im Notfunk im Distrikt G als Ortsverband Hürth im Notfunkkreis Rhein-Erft organisiert. Unsere Arbeitsfrequenzen sind:

A: 145,3125 MHz FM

B: 144,750 MHz FM

Primär wird die Frequenz A verwendet.

Call: DL0SSE
 

Historie

Der Ortsverband Hürth (G50) hat im Bereich Notfunk bereits eine längere Tradition beginnend im Jahr 1999. Damals war unter der Leitung von Hans-Peter (DL2KHP) und Günther Mester (DL3KAT) ein Notdienst für die Jahrtausendwende in Kooperation mit der Feuerwehr Hürth eingerichtet worden.

Im Jahr 2000 hat der Ortsverband an einem Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr (Hürth) teilgenommen und die Facetten des Amateurfunks präsentiert.

Eine große Aktion war dann im Jahr 2005 bei der Unterstützung zum Weltjugendtag, auf und um das Marienfeld im Erftkreis. Dort wurden Notrufstellen entlang der Pilgerwege und des Marienfeldes mobil und portabel besetzt und die Verbindung zu einer Leitstelle aufrecht gehalten.

Entwicklung

Leitstelle einer der ersten Notfunkübungen 2017

Der Ortsverband Hürth hatte im Laufe der Zeit an weiteren verschieden Aktivitäten mit der Feuerwehr Hürth teilgenommen, wie z.B. ein weiterer Tag der offenen Tür, Leistungsprüfung der Feuerwehren im Rhein-Erftkreis sowie beim Stadtfest in Hürth, wo sich der OV ebenfalls, nicht nur im Bereich Notfunk präsentierte.

Zum Neubau der Hürther Feuerwache wurde der Ortsverband glücklicherweise um Mitwirkung gebeten um dort eine mögliche Notfunkstelle direkt beim Bau zu integrieren. Dazu wurde ein umfangreiches Konzept erarbeitet, welches eine Amateurfunkstelle neben der Leitstelle der Feuerwehr vorsieht. Im Notfall kann so die Arbeit der Feuerwehr unterstützt werden. Der Bau der Feuerwache steht befindet sich derzeit im Bau, aber es konnte eine Lösung erzielt werden, mit der die Feuerwache in kurzer Zeit mit einer Notfunkstelle besetzt werden kann.

Im Laufe der Zeit entstand ein Notfunkkonzept, welches die Betriebsparameter und Abläufe im Notfunk G50 darstellt. Hier wurden die verwendeten Frequenzen wie auch Übertragungsarten, Ausrüstungen etc. beschrieben. Dabei wurde auf eine möglichst einfache „straight-forward“-Strategie gesetzt. Es wurde analoges FM und die Geräte der täglichen Verwendung. So wurde schon früh sichergestellt, dass zum einen die Schnittmenge der verwendbaren Geräte und Teilnehmer möglichst groß bleibt und zum anderen die Funktionsfähigkeit und Bedienabläufe der Geräte immer präsent und einsatzfähig sind. Nur das Gerät, welches man täglich verwendet, funktioniert und wird sicher bedient.

Nach zahlreichen Notfunkübungen im Ortsverband wurden Betriebsabläufe, Technik und Betriebsorte immer weiter optimiert.

In den ersten Übungen wurde eine portable Leitstelle erreichtet, welche von ortsfesten, mobilen und portablen Funkstellen kontaktiert wurde. Ziel war es die Ausbreitung und die Versorgungssicherheit im Hürther Stadtgebiet zu erproben. Dabei sollte so wenig HF-Leistung wie möglich verwendet werden und zugleich eine netzunabhängige Stromversorgung der Teilnehmer erprobt werden. Während der Übung wurde durch die Mobilstationen die Erreichbarkeit an öffentlichen Einrichtungen und Plätzen erkundet.

Im weiteren Verlauf der Übungen wurde zusätzlich die sichere Übermittlung von Nachrichten geübt. Dazu hatte sich jeder Teilnehmer einen Satz, oder ein kompliziertes Wort, Koordinate etc. überlegt, welches richtig von der Notfunkleitstelle aufgenommen werden musste. Dazu wurde ein korrigierendes Verfahren im Sprechfunk verwendet.

Eine kleine Geschichte am Rande:

Bei einer Übung hatte sich ein OM versehentlich die Fahrzeugbatterie soweit „leer gefunkt“, sodass sich sein PKW nicht mehr starten lies. Über die Notfunkleitstelle konnte aber schnell eine weitere Mobilstation mit Starterkabel zur Unterstützung organisiert werden. 

Auch solche Erlebnise gehören zu den Übungen. Nicht immer funktioniert alles zu 100 %, aber wichtig ist, dass eine Lösung gefunden wird. 

Aktuelles

Mittlerweile verfügt der OV G50 über ein portables Relais, welches in einem Flightcase untergebracht, schnell an einem beliebigen Ort aufgebaut und dort bemannt betrieben werden kann. Dieses neue Infrastrukturelement wurde in den Übungen bereits erprobt.

Zwischenzeitlich hat der Ortsverband seine OV-Räumlichkeiten im Hause der Feuerwehr Hürth untergerbacht, sodass hier eine größere Nähe entstanden ist.  

Insgesamt sind im OV G50 Hürth ca. 12 OMs aktiv im Notfunk beteiligt. Sie bilden den „harten Kern“ wobei sich auch immer wieder andere OMs den Aktivitäten anschließen. Die Betriebsabläufe werden immer routinierter. Wir wissen, wer mit welchem Equipment unterstützen kann und wie unsere Geräte funktionieren und schell in Betrieb genommen werden können. Was an Kartenmaterial, Logbücher, Meldungsvordrucke und Verpflegung benötigt wird.

Wenn man auf die erste Übung zurückblickt, wo zu Beginn ein kleines „OV-Pileup“ der Teilnehmer auf die Notfunkleitstelle stattgefunden hatte, läuft der Betrieb mittlerweile routiniert. Es wird an der Notfunkleitstelle an- und abgemeldet, Ortsangaben übermittelt, Meldungen abgesetzt und Hilfe organisiert. Wir probieren im Laufe der Zeit immer wieder unsere Prozesse und unser Equipment zu verbessern, sodass wir immer mehr Routine erlangen.

Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Hürth sind an dieser Stelle sehr positiv und konstruktiv. Mittlerweile ist die Notfunkgruppe Teil der Feuerwehr Hürth geworden und bringt sich dort aktiv ein.

Das „Große und Ganze“

Aus den anfänglichen Entwicklungen der Jahrtausendwende hat sich eine über den gesamten Distrikt G (Köln Aachen) koordinierte Notfunkgemeinschaft entwickelt. Hier sind die einzelnen Notfunkgruppen in Notfunkkreise zusammengeschlossen um effektiver handeln zu können. Dabei nimmt der OV G50 für den Rhein-Erftkreis die Rolle der Notfunkleitstelle ein, genauso wie in anderen Notfunkkreisen dies ebenfalls Notfunkleitstellen tun.

So ist ein Verbund aus 12 Notfunkkreisen über den gesamten Distrikt vorhanden, welche sich untereinander austauschen, im Sprechfunk wie auch im Datenfunk.

Es gibt betriebliche Vereinbarungen bezüglich Frequenzen, Verfahren und Betriebszeiten. So ist sichergestellt, dass sich die Notfunkleitstellen untereinander, wie auch die Notfunkteilnehmer an eine Notfunkleitstelle wenden können.

Zusätzlich wurden verschiedene Alarmierungswege der Notfunkkreise etabliert, wodurch eine Alarmierung untereinander erfolgen kann.

Dazu gehören Kommunikation:

  • via Smartphone-App
  • Pager
  • Wachempfänger

So stehen uns drei verschiedene Wege zur ersten Koordination und Alarmierung zur Verfügung.

Geübt wird natürlich auch, koordiniert im gesamten Distrikt G um die Handlungsfähigkeit in und unter den Notfunkkreisen zu verbessern.

Was einst mit lokaler Notfunktätigkeit in Hürth begonnen hat, ist nun zu einer großen Lösung für einen ganzen Distrikt geworden, und so hat der Ortsverband Hürth seinen Platz im Notfunknetz des Distriktes gefunden.

Für Fragen steht Edgar, DH9BM unter der E-Mailadresse dh9bm(at)darc.de zur Verfügung.

 

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