Für die Zukunft wollen weitere Länder den 70-MHz-Bereich manifestieren. In Frankreich wird gerade noch darüber diskutiert, einen Bereich im 4-m-Band freizugeben. Für einige Zeit ist nun auch EA9/Ceuta auf dem Band QRV. Darüber berichtet Mike Bosch, ZS2FM, im „VHF+UHF+Mikrowellen“-Newsletter. In Finnland plant die nationale Fernmeldebehörde Ficora, mit der nächsten Ausgabe der Zuweisungsverfügung den Bereich der bisherigen Lücke von 70,175 bis 70,225 MHz für den Amateurfunk freizugeben. Aber auch jetzt sind bereits finnische Stationen in diesem Bereich aktiv, allerdings nur mit einer extra zu beantragenden Sondergenehmigung. Mit den neuen Bestimmungen wird die Erfordernis der Sondergenehmigung entfallen. Die angegebene Lücke ist übrigens ein bisher landesweit freigegebener Kanal für die Jagd, berichtet Gerd Latzin, DL2SB/OH5SB, vom DARC-Auslandsreferat. Mit der neuen Zuweisung wäre in Finnland dann der Bereich von 70 bis 70,3 MHz durchgehend für Amateurfunkbetrieb nutzbar. In Deutschland hatte die Bundesnetzagentur den Bereich von 70,000 bis 70,030 MHz am 2. Juli befristet bis zum 31. August freigegeben – bis dahin sind es nicht mehr viele Tage. In der CQ DL-Rubrik „UKW-Rundschau“ berichten Daniel, DM3DA, und Jürgen, DB1WT, über ihre Versuche. Gearbeitet wurde mit einer Delta-Quad-Antenne und einem Transverter an einem K2 als Nachsetzer. Am 20. Juli wurden u.a. OH6PA (Locator KP02PL, 1527 km Distanz), OH/DB5KN (KP20DV, 1523 km) und OH2MA (KP31MA, 1612 km) geloggt. OH/DB5KN arbeitete mit einer HB9CV-Antenne und 4 W HF. „Sein Signal war klar und bestens aufzunehmen. So macht UKW-Funk Spaß“, berichtet, DM3DA, in der UKW-Rundschau. Über weitere Erfahrungen auf dem 70-MHz-Band berichtete die CQ DL bereits im Jahr 2013. Walter Wilke, DK3RV, beschrieb im Artikel „CQ 4 m von PA/DK3RV”, den Funkbetrieb von den Niederlanden aus – nachzulesen in Ausgabe 8 auf S. 580ff.